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Ein Kimchi Rezept für Einsteiger

Enthält Werbung* für Lieblingsglas*
Diesmal möchte ich euch ein einfaches Kimchi Rezept vorstellen. Mich selber begleitet Kimchi, seitdem ich arbeite. Das liegt einfach daran, dass ich beruflich auch viel mit Koreanern zusammenarbeite. Deshalb führte mich auch eine meiner ersten Dienstreisen nach Seoul. Dort gab es gefühlt zu fast jeder Mahlzeit Kimchi. Und von einigen koreanischen Geschäftspartnern weiß ich, dass sie nicht ohne ihr Kimchi verreisen.

Bis ich aber mein erstes Kimchi selber gemacht habe, sind dann doch noch 20 Jahre ins Land gegangen, in denen ich u. a. mit der Food-Fotografie begonnen habe. Und durch die Fotografie bin ich dann zum Kimchi selbermachen gekommen, da zu den Rezepten, die ich für das neue Kochbuch Einfach natürlich genießen vom Vollwert-Blog fotografiert habe, auch ein Kimchi Rezept gehörte, das inzwischen auch bei Melanie und Sönke auf dem Blog zu finden ist. Dort könnt ihr auch noch einige wertvolle Tipps zum Fermentieren nachlesen.

Mason Jar Fermentier Aufsätze

Ähnlich wie die beiden auch, habe ich anfangs während des Fermentierprozess die Deckel auf meinen Gläsern nur leicht aufgelegt und das Fermentiergut mehrmals täglich zusammengedrückt, damit es ständig mit Flüssigkeit bedeckt ist und sich unerwünschte Mikroorganismen durch den Luftaustausch nicht vermehren können. Dies ist natürlich etwas pflegeintensiver und nicht immer von Erfolg gekrönt. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich im Frühjahr von Lieblingsglas* die Gelegenheit bekam, deren neuen Mason Jar Fermentier Aufsätze Mason Tops – Pickle Pipes* zusammen mit einigen Gläsern zu testen.

Mason Jar Fermentier Aufsatz

Bei den Mason Tops sorgt ein kleiner Kreuzschlitz dafür, dass der beim Fermentieren entstehende Überdruck aus dem Glas entweichen kann, ohne dass Sauerstoff hinein gelangt. Durch diese einfache Konstruktion sind die Ausätze sehr schlicht gehalten, was mir persönlich sehr gut gefällt. Seit dem Sommer sind sie nun bei mir im Einsatz, wobei ich mir inzwischen auch einige Glasgewichte gegönnt habe, was das Fermentieren noch pflegeleichter macht, da so auch das regelmäßige Zusammendrücken des Fermentiergutes entfällt.

Kimchi (Basis-) Rezept

Im Laufe der Zeit ist so nun dieses Basisrezept für Kimchi entstanden, bei dem es sich genau genommen um eine europäisierte Version von diesem Rezept für Mak Kimchi handelt. Entdeckt habe ich es auf dem Blog Korean Bapsang. Normalerweise wird Kimchi mit Gochugaru gewürzt. Hierbei handelt es sich um koreanische Chiliflocken. Da man diese aber nicht unbedingt im Supermarkt um die Ecke kaufen kann, verwende ich inzwischen häufig eine Mischung aus Rosen-Paprika und edelsüßem Paprikapulver oder alternativ Pul Biber. Dies sind türkische Chiliflocken, die ich auch sonst sehr gerne zum Kochen verwende. Das Basisrezept selber kann übrigens beliebig mit weiterem Gemüse oder Obst wie z. B. Möhre, Radieschen oder Apfel ergänzt werden. Hier entscheidet einfach nur euer Geschmack!

Ein einfaches Kimchi Rezept

Kimchi - ein Basisrezept

Zutaten

Menge
  • Ergibt ca. 1300 ml Kimchi
Zutaten
  • 900 g Chinakohl
  • 375 ml Wasser
  • 4 EL Salz
  • 250 g Rettich
  • 3 Lauchzwiebeln
  • 1/2 TL Rosenpaprika scharf
  • 4-5 EL Paprikapulver edelsüß
  • 1 1/2 EL Tamari-Sojasoße
  • 25 g Ingwer
  • 1-2 Knoblauchzehen

Anleitungen

Zubereitung
  • Chinakohl vierteln und gründlich waschen. Stielansatz entfernen, den Chinakohl in mundgerechte Stücke schneiden und in einen großen Topf oder Schüssel geben. Wasser mit 3 EL Salz mischen und über den Chinakohl verteilen. Alles gut mit den Händen vermischen und zusammendrücken, damit alle Kohlstücke gleichmäßig benetzt werden. Den Kohl für mindestens 2 Stunden stehen lassen, dabei alles immer mal wieder durchrühren.
  • Rettich waschen, schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. In eine Schüssel geben, mit 1 EL Salz verrühren und 30 Minuten stehen lassen, damit sich Flüssigkeit bildet.
  • Lauchzwiebeln putzen, waschen und in Ringe schneiden.
  • Für die Würzpaste Knoblauch und Ingwer schälen. Knoblauch fein hacken, Ingwer reiben und zusammen mit Sojasoße und Paprikapulver im Blender, Mörser oder mit dem Pürierstab zu einer Paste verarbeiten.
  • Den Chinakohl mit Wasser mehrmals gründlich durchspülen und zusammen mit den Lauchzwiebeln zum Rettich geben. Die Paste gleichmäßig unter die Gemüsemischung rühren und verteilen.
  • Den Kimchiansatz in heiß ausgewaschene Gläser geben, dabei einige Zentimeter Platz zum oberen Rand lassen und den Kimchiansatz beim Einfüllen immer wieder gut zusammendrücken, damit mögliche Luftblasen entweichen können und das Gemüse gleichmäßig von Flüssigkeit bedeckt ist. Falls die Flüssigkeit nicht ausreicht, einfach ein wenig Salzwasser zum Auffüllen verwenden.
  • Das Gemüse mit einem Gewicht herunterdrücken und je nach Geschmack 2-7 Tage leicht abgedeckt bei Zimmertemperatur fermentieren lassen. Alternativ kann man auch Gläser mit speziellen Fermentieraufsätzen (z. B. „Mason Tops – Pickle Pipes“ für „Ball Mason Jars“) verwenden.
  • Sobald das Kimchi den richtigen Geschmack hat, die Gläser verschlossen im Kühlschrank aufbewahren. Da die Fermentation aufgrund der Temperatur deutlich verlangsam wird, hält sich so das Kimchi mindestens 2-3 Monate.

Notizen

Küchen-Tipps:
Als Gewichte eignen sich z. B. mit Wasser gefüllte kleine Marmeladengläser, mehrere Glasdeckel von kleinen Einmachgläsern oder spezielle Fermentier Glas Gewichte (z. B. „Pickle Pebbles Gewichte“).
Statt Rosenpaprika und Paprikapulver kann man auch Pul Biber oder Gochugaru verwenden.

Ein einfaches Kimchi Rezept

Kimchi Rezept Zutaten

Ein einfaches Kimchi Rezept

20 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

    1. Eva sagt:

      Das klingt gut und sehr vielversprechend. Mal sehen, wie lang mein Kimchi hält. Wahrscheinlich werde ich es vorher schon aufgegessen haben :)

  1. Gabi K sagt:

    Ich muss mal etwas Dummes fragen: woher kommt die Flüssigkeit, die bedecken soll? Vom Entwässern durch die Salzlauge, wie beim Rettich? Wird das aufgefangen und mitverwendet?
    Vielen Dank!

    1. Eva sagt:

      Hallo Gabi,
      bei der Flüssigkeit, die bedecken soll, handelt es sich um die Flüssigkeit, die sich beim Einlegen des Rettich gebildet hat. Und wenn diese nicht ausreicht, um den kompletten Kimchiansatz zu bedecken, dann kannst du sie einfach mit Salzwasser auffüllen.
      Viele Grüße
      Eva

  2. Lothar sagt:

    Hallo Eva,
    ich habe dein Rezept ausprobiert und damit mein erstes selbstgemachtes KimChi.
    Heute habe ich esprobiert und es schmeckt wirklich gut. Vielen Dank!
    Viele Grüße
    Lothar

  3. Tanja. sagt:

    Hallo Eva,
    Danke für das Rezept. Möchte es auch gerne probieren. Könnte ich statt soyasoße auch z.b. Apfelessig verwenden? Wegen LM-u Verträglichkeiten vertrage ich soyasoße leider nicht.

    Liebe Grüße
    Tanja

  4. E-S sagt:

    Ich werde es auch probieren. ! Danke für das tolle einfach machbare Rezept ! Eigentlich ein großes Problem unserer Ernährung ist, daß keine Probiotika in den komerziellen Lebensmitteln mehr vorhanden sind. Wenn man Yoghurt, Käse, Saueres (Kurken, Kohl, Paprika usw) und auch Bier oder Wein zu sich nimmt, hätte man eigentlich auch die lebendigen säurebildende Bakterien mitessen können … Alles ist aber chemisch konserviert,stabilisiert, ultrahoch erhitzt, sterilisiert oder pasteurisiert damit es fast unbegrenzt lange haltbar bleibt. Leider, diese „tote“ Erzeugnisse sind keine Lebensmittel ! – Das Lebendige wurde vorher getötet zugunsten der langen Haltbarkeit ….Darunter leidet unsere Gesundheit !

    1. Frauke sagt:

      Wieso? Habe gute Erfahrungen mit unserem normalen Salz gemacht. Angereichert mit Jod und Folsäure. Alles prima.

  5. Hallo Eva,
    Hab mein erstes Kimchi genau nach Deiner Anleitung gemacht. War ein super Erfolg .
    Werde jetzt ein bisschen weiter experimentieren, mit Äpfel oder Rosinen als Beigabe , mal
    schauen wie es wird.
    Danke für dieße erste Einführung.
    Claudia

  6. Martin löffler sagt:

    Es ist schlimm, dass selbst ein Basisrezept so viele Fehler enthält. Dem Rezept fehlt nur noch Maggi statt Sojasauce. Meines Wissens bekommt man inzwischen überall in deutschland auch die „richtigen“ Zutaten und dann gibt es ja auch noch das Internet um etwas zu bestellen.

    1. Keine Sojasauce sondern Fischsauce (wenn möglich koreanisch es geht im Notfall auch vietnamesische oder thailändische)
    2. Kein Paprika sondern Chiliflocken (Je nach Gusto scharf oder mild)

    Für jemanden der Kontakt zu koreanischen Bürgern hat ist die Zutatenliste ein Armutszeugnis.

    1. Eva sagt:

      Bei diesem Rezept handelt es sich um ein bewusst europäisiertes Rezept mit Zutaten, die ich persönlich fast immer vorrätig habe. Für original koreanisches Kimchi empfehle ich, wie auch im Beitrag geschrieben, die Rezepte von dem Blog Koran Bapsang.

  7. Raimo sagt:

    Hallo,

    jetzt ist es bei mir soweit und ich möchte das ausprobieren. Eine Frage: zuerst soll ich den Chinakohl mit Salz einlegen und ab und an rühren. Da wird dann bestimmt eine Flüssigkeit entstehen nach 2 Stunden.
    Weiter unten steht, dass ich den Chinakohl mehrfach auswaschen soll. Heißt das, dass ich die entstandene Flüssigkeit im Chinakohl und auch das Salz komplett auswaschen soll?

    Vielen Dank für das Feedback und viele Grüße!

    1. Eva sagt:

      Hallo zurück,
      ja, bei dieser Rezeptvariante wird tatsächlich die entstandene Flüssigkeit vom Chinakohl wieder ausgewaschen. Verwendet wird die Flüssigkeit, die beim Ziehen des Rettich entsteht und die Würzpaste. Aber es gibt auch Rezepte, bei denen die Flüssigkeit vom Chinakohl ebenfalls verwendet wird, wie z.B. das hier: https://vollwert-blog.de/kimchi-fermentierter-chinakohl/ Das ist letztlich also auch Geschmackssache. Auf jeden Fall wünsche ich dir viel Erfolg bei der Zubereitung!

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