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Mein Foto-Workflow mit Lightroom | Teil 3: Bilder sichten

[grey_box]Dies ist eine Reihe ├╝ber meinen Foto-Workflow mit Lightroom, in der es darum geht, wie ich meine Food-Fotos mit m├Âglichst wenig Aufwand in Lightroom importiere, sortiere und exportiere.[/grey_box]

Etwas, womit ich anfangs sehr viel Zeit verbracht habe bei meinem Foto-Workflow, war das Sichten und Aussortieren meiner Fotos. Hier habe ich gl├╝cklicherweise inzwischen eine Methode f├╝r mich entdeckt, die deutlich zeitsparender ist.

Nach dem Importieren erg├Ąnze ich zun├Ąchst die Datumsordner, die Lightroom mir automatisch beim Import f├╝r die neuen Bilder erstellt hat, um eine kurze Inhaltsbeschreibung des Shootings. Aus dem Ordner „2016-07-10“ wird so z. B. „2016-07-10 clafoutis“ und aus „2016-08-07“ wird „2016-08-07 hamburg“. Manchmal splitte ich auch den Inhalt eines importierten Ordners und verteile ihn auf mehrere neue Ordner, wenn die Fotos inhaltlich zu verschieden sind.

Bilder sichten, markieren und ausw├Ąhlen

Als n├Ąchstes hangele ich mich durch die neuen Fotos durch. Hierf├╝r nutze ich die Lupenansicht (Tastaturk├╝rzel E) im Bibliotheksmodul. Die Bilder lasse ich mir zun├Ąchst aber nur formatf├╝llend anzeigen und nicht in der Originalgr├Â├če. Bilder, die mir gar nicht gefallen, markiere ich sofort mit einem X und Bilder, die mir sehr gut gefallen mit einem P.

[grey_box]TIPP: wenn man in der Werkzeugleiste, die sich unterhalb der Bildansicht befindet, die rechte Flage, die mit einem „x“ gekennzeichnet ist, deaktiviert, werden einem beim Bilder sichten die Bilder, die man mit X markiert, direkt ausgeblendet.[/grey_box]

Da ich mir die abgelehnten Bilder nicht mehr anzeigen lasse, reduziert sich so auch die noch zu sichtende Bildermenge. Im zweiten Durchgang lasse ich mir dann die ausgew├Ąhlten Bilder in der 1:1 Ansicht anzeigen, um zu pr├╝fen, ob die Sch├Ąrfe f├╝r die geplante Verwendung ausreicht. Hier ist der Anspruch an ein Bild, das f├╝r eine Bildagentur bestimmt ist oder gedruckt werden soll z. B. h├Âher, als wenn das Bild f├╝r eine Ver├Âffentlichung auf dem Blog gedacht ist.

Ligthroom-Workflow | Bilder sichten

Reicht die Bildsch├Ąrfe nicht aus, schaue ich, ob ich innerhalb der Bilderserie ein vergleichbares sch├Ąrferes Foto finde. Reicht die Bildsch├Ąrfe, so markiere ich auch die bisher unmarkierten ├Ąhnlichen Motive als abgelehnt, ohne dass ich sie mir in der 1:1 Ansicht angesehen habe. Dieser „Mut zur L├╝cke“ hat mir in der Vergangenheit schon manche Zeit beim Sichten gespart.

Zum Abschluss meiner Sichtungsaktion w├Ąhle ich den Befehl Abgelehnte Fotos l├Âschen.. , der sich unter dem Men├╝punkt Foto des Seitenleistenmen├╝s befindet. Die bereits ausgeblendeten Fotos werden nun endg├╝ltig gel├Âscht.

Fotos umbenennen

Als n├Ąchstes erhalten die ├╝briggebliebenen Fotos neue Namen. Auch hier hat sich bei mir bei der Benennung eine Kombination aus Erstellungsdatum, Kurzbeschreibung des Motivs und einer fortlaufenden dreistelligen Nummerierung bew├Ąhrt.

Um Fotos umzubenennen, markiere ich sie in der Rasteransicht (Tastaturk├╝rzel G) des Bibliotheksmodul und w├Ąhle aus dem Seitenleistenmen├╝ den Befehl Bibliothek/Fotos umbenennen.. (Tastaturk├╝rzel F2 Funktionstaste). Es erscheint ein Fenster, bei dem man unter dem Men├╝punkt Dateibenennung die M├Âglichkeit hat, aus verschiedenen Dateinamenvorlagen eine Passende zu w├Ąhlen. Ich habe mir hier eine eigene Vorlage erstellt, die ich Evas Beschriftung genannt habe. Bei dieser wird das Aufnahmedatum automatisch hinzugef├╝gt, ich habe aber noch die M├Âglichkeit, ├╝ber ein Eingabefeld eine kurze Beschreibung einzugeben und kann die Anfangsnummer der fortlaufenden Nummerierung bestimmen. Ganz unten wird dann exemplarisch angezeigt, wie die neue Nummerierung aussehen wird. In diesem Fall ist es 20160710-clafoutis-001.CR2.

Ligthroom-Workflow | Bilder benennen

Eine eigene Dateinamenvorlage erstellen

Eine eigene Dateinamenvorlage erstellen kann man im Dateinamenvorlagen-Editor. In diesen gelangt man, indem man bei der Dateiumbenennung aus dem Fenster Dateibenennung Bearbeiten… ausw├Ąhlt. Hier kann man sich die individuelle Dateibenennung aus verschiedenen Optionen ausw├Ąhlen.

In meinem Fall habe ich mir aus dem Abschnitt Sequenz und Datum das passende Datumsformat Datum (JJJJMMTT) ├╝ber den Einf├╝gen-Button ausgew├Ąhlt, dann ganz unten Benutzerdefinierter Text und abschlie├čend noch Folgenummer (001), das sich ebenfalls im Abschnitt Sequenz und Datum befindet. Die „-“ dazwischen habe ich jeweils ├╝ber die Tastatur eingegeben.

Ligthroom-Workflow | Bilder beschriften

Stichw├Ârter und farbige Markierungen vergeben

Bei der Vergabe von Stichworten und von farbigen Markierungen bin ich inzwischen sehr sparsam geworden. Bei mir werden nur noch Fotos, die f├╝r Bildagenturen, Kunden oder andere Projekte bestimmt sind, mit bestimmten Farben markiert. Die zur Auswahl stehenden Farben findet ihr im Bibliotheksmodul unten in der Symbolleiste, die sich mit dem Tastaturk├╝rzel T ein- und ausblenden l├Ąsst, ├╝ber den Seitenleistenmen├╝punkt Foto/Farbmarkierung festlegen oder ├╝ber die Tasturk├╝rzel 6-9.

Sobald Fotos von Bildagenturen oder Kunden akzeptiert wurden, trage ich den Agentur- bzw. Kundennamen in den Stichworten der entsprechenden Bilder ein. Au├čerdem f├╝ge ich noch hinzu, ob es sich um einen bestimmten Lizenztyp (RF oder RM) handelt. Und falls andere nicht gew├Ąhlte Bilder aufgrund von ├ähnlichkeiten nicht woanders ver├Âffentlicht werden d├╝rfen, so habe ich f├╝r diese Bilder das Stichwort unfrei eingef├╝hrt inklusiver Unterpunkte mit genauerer Erkl├Ąrung (z.B. StockfoodAblehnung). Au├čerdem erhalten abgebildete Personen und MakingOf Bilder eigene Stichw├Ârter. Damit sieht meine Stichwortliste wie folgt aus:

  • AgenturenKunden
  • Lizenztyp
    • RF
    • RM
    • unfrei
  • MakingOf
  • Personen

Anfangs hatte ich auch den Fotoinhalt sehr detailliert mit Stichworten versehen. Das hat sich aber als ziemlicher Zeitfresser herausgestellt und meine Stichwortliste wurde immer un├╝bersichtlicher. Inzwischen reicht es mir, wenn ich in die Metadaten bei der Bildbeschreibung den Inhalt kurz beschreibe. Hierbei halte ich mich so allgemein, dass die Beschreibung meist f├╝r mehrere Bilder eines Shootings gilt. Da die Lightroom Suche auch in den Bildbeschreibungen sucht, kann ich mir so z.B. alle Fotos mit Kartoffeln anzeigen lassen, ohne dass ich vorher das Stichwort Kartoffel genutzt habe.

Fotos entwickeln und bearbeiten

Abschlie├čend bearbeite ich noch die Fotos, die f├╝r Kunden, Bildagenturen oder andere Ver├Âffentlichungen bestimmt sind, im Entwicklungsmodul von Lightroom und teilweise auch zus├Ątzlich in Photoshop. Wer dar├╝ber mehr wissen will, der kann ├╝brigens hier und auch hier nachlesen, wie meine typische Bildbearbeitung aussieht.

2 Kommentare Neues Kommentar hinzuf├╝gen

  1. Hallo Eva! Genau diese Anleitung habe ich gerade gebraucht! Habe mir vor ein paar Minuten Lightroom herunter geladen (juhuu). Habe bisher alle Fotos f├╝r meinen Blog auf picmonkey.com bearbeitet und dann in canva.com mit Schriften versehen…was nach einiger Zeit doch sehr m├╝hsam ist!
    Vielen Dank f├╝r die tolle Anleitung :)

    Liebe Gr├╝├če
    Betty

    PS: ganz tolle Fotos ├╝brigens!!

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