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Food-Fotografie | DIY-Quickie: Fotohintergrund in Krakeliertechnik

Ein „neuer“, möglichst weißer Hintergrund für meine Food-Fotografie musste her. OK, eine echte Notwendigkeit bestand nicht wirklich, aber mit Foto-Props und Deko-Kram ist es bei mir nicht viel anders wie mit einem neuen Shirt. Rational betrachtet ist die Anschaffung nicht wirklich nötig, aber sich was Neues zu gönnen, kann nicht nur viel Spaß machen, sondern auch sehr inspirierend sein. Grad bei der Food-Fotografie stelle ich das immer wieder fest. Und ein neuer Hintergrund ist ja auch sehr schnell und einfach selbst zu machen.

Dies gilt auf jeden Fall für Hintergründe in der Krakeliertechnik. Hierbei erzeugt ein spezieller Krakelier- bzw. Reißlack nach dem Trocknen sehr feine Risse in der Lackoberfläche, die die untere Farbschicht durchscheinen lassen. Bislang besaß ich einen Hintergrund in Blautönen, den ich auch schon in meinem Post über Foto-Hintergründe vorgestellt hatte. Allerdings kommt der aufgrund seiner Farbigkeit bei mir derzeit eher selten zum Einsatz. Ich habe einfach aktuell eine eher weiße Phase. Aber auch hier ist ja Abwechslung möglich. Und warum nicht einen Holzuntergrund in Krakeliertechnik in Weißtönen gestalten?

Alles, was man hierzu benötigt, ist:

  • 1 x Krakelierlack (ich habe diesen hier* verwendet)
  • 2 x Acrylfarbe (in meinem Fall war es Pastellweiß* und Weiß*)
  • 1 x Pinsel
  • 1 x Sperrholzplatte in der gewünschten Größe (z. B. 50 cm x 60 cm)

Food-Fotografie | DIY-Quickie: Fotohintergrund in Krakeliertechnik

Food-Fotografie | DIY-Quickie: Fotohintergrund in Krakeliertechnik

Und dann kann es auch schon losgehen.

  1. Zunächst streicht man die Holzplatte in der Farbe, in der später die Risse erscheinen sollen. Je nach Deckkraft ist hier eventuell ein zweiter Farbauftrag nötig. (Bild oben links)
  2. Wenn die Farbe trocken ist, trägt man den Krakelierlack auf. Diesen sollte man immer nur in eine Richtung streichen. Es wird außerdem empfohlen, diesen auch möglichst gleichmäßig aufzutragen. Allerdings habe ich selber festgestellt, dass auch ein unregelmäßiger Auftrag für sehr schöne Effekte sorgen kann. Dort wo der Lack dicker aufgetragen ist und mehr glänzt, wurden nachher die Risse entsprechend gröber. (Bild oben rechts und unten links)
  3. Sobald der Krakelierlack getrocknet ist und nicht mehr klebt (!), kann man die Kontrastfarbe auftragen. Dies sollte möglichst zügig geschehen. Denn bereits kurz nach dem abschließenden Farbauftrag bilden sich die ersten Risse. Diese sollte man dann auch nicht erneut überstreichen. (Bild unten rechts)

Stattdessen gilt: Voilà, der neue Fotohintergund ist fertig und wartet auf seinen ersten Einsatz :)

Food-Fotografie | DIY-Quickie: Fotohintergrund in Krakeliertechnik

Bei meinem ersten Fotomodell handelte es sich übrigens um eine Steckrübensuppe nach einem Rezept, das ich bei Tinkas Welt entdeckt habe. Nachmachen kann ich euch in beiden Fällen sehr empfehlen! Am besten einfach loslegen, machen, Spaß haben und sich vom Ergebnis gerne auch überraschen lassen.

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