Buchvorstellungen

Buchrezension | Vegetarische Rezepte der Welt

D├╝rfte ich nur ein Kochbuch mit auf die einsame Insel nehmen, dann w├Ąre es sicherlich Vegetarische Rezepte der Welt* (Dorling Kindersley Verlag; 19,95 Euro) von Celia Brooks Brown, das im Januar dieses Jahres neu aufgelegt wurde, und aus dem auch schon das Rezept f├╝r das Letscho stammte.

Ich selbst besitze das Buch noch mit anderem Titel: „Vegetarisch Kochen – Die besten Rezepte aus aller Welt“ in der Auflage von 2007. Wie eine Nachfrage beim Verlag ergeben hat, handelt es sich aber um den gleichen Inhalt wie bei der aktuellen Neuauflage „Vegetarische Rezepte der Welt“.

Kennengelernt habe ich das Buch 2010 durch einen vegetarischen Kochkurs ├╝ber die verschiedenen K├╝chen Afrikas. Das Sch├Âne an diesem Kurs war, dass wir in Zweier-Teams Gerichte vorbereiteten, sodass uns im Anschluss des Kochens an beiden Kurstagen ein sehr vielf├Ąltiges B├╝ffet erwartete, und man dadurch sehr viel Verschiedenes probieren konnte. Und der Gro├čteil der Rezepte, nach denen wir in dem Kurs gekocht hatten, stammte aus dem Buch „Vegetarische Rezepte der Welt“, das zu dem Zeitpunkt auch ein Lieblingsbuch der Kursleiterin war.

Eine kulinarische, vegetarische Weltreise

In dem Buch geht es aber nat├╝rlich nicht nur um die afrikanische K├╝che. Vielmehr ist es wie eine kulinarische Weltreise in 11 Kapiteln aufgebaut, die in Nordamerika und Kanada beginnt, dann ├╝ber Lateinamerika und die Karibik nach Nord- und Mitteleuropa und Russland weiterf├╝hrt. Von dort geht es ├╝ber das s├╝dliche Europa in den Nahen Osten, Kleinasien und den Kaukasus. Afrika wird dann noch unterteilt in Maghreb, n├Ârdliches Afrika und Westafrika und in Zentralafrika, Ostafrika und s├╝dliches Afrika. Auf dem weiteren Kochweg gelangt man dann ├╝ber Japan und China zum indischen Subkontinent und Zentralasien und nach S├╝dostasien, bevor es dann zum Kochfinale nach Australien geht.

Zum Einstieg gibt es eine Weltkarte, auf der die L├Ąnder farbig markiert sind, aus denen das Buch Rezepte enth├Ąlt. Die gleichen Farben bilden den Rahmen f├╝r die jeweiligen Kapitel, sodass man sich sehr gut in dem Buch orientieren kann, was bei ├╝ber 210 Rezepten auch sehr sinnvoll ist. Jedes Kapitel beginnt mit einer kurzen Einf├╝hrung in die jeweilige L├Ąnderk├╝che inklusive eines Experten-Interviews, durch das man weitere Einblicke in die Vielfalt der K├╝chen dieser Welt erh├Ąlt. Au├čerdem werden einige typische Zutaten der jeweiligen L├Ąnderk├╝che vorgestellt, bevor es an die Rezepte geht.

Food-Fotografien von Gus Filgate

Was f├╝r ein Kochbuch etwas ungew├Âhnlich sein mag, ist, dass es nur zu ausgew├Ąhlten Rezepten Fotos gibt. Die Rezepte lassen sich aber auch ohne Bilder sehr gut nachkochen. Nicht nur, dass alle Schritte sehr klar beschrieben sind, auch auf Besonderheiten bei der Zubereitung wird hingewiesen und die Zutatenlisten sind oft gar nicht so exotisch, wie die Rezepte vermuten lassen. So ist in dem Buch z. B. ein Rezept f├╝r japanische Gem├╝se-Tempura beschrieben, das ohne spezielles Tempura-Mehl auskommt. Und auch zu den einzelnen Rezepten gibt es kurze Einf├╝hrungen mit einigen Hintergrundinfos und Tipps, wie man die Gerichte kombinieren kann.

Aber nicht nur von den Rezepten bin ich bei diesem Kochbuch sehr begeistert, sondern auch von den abgebildeten Food-Fotos, die von dem preisgekr├Ânten britschen Food-Fotografen Gus Filgate stammen, der inzwischen mit seiner Firma Little Fish Films auch sehr sehenswerte Food-Filme macht.

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4 Kommentare Neues Kommentar hinzuf├╝gen

  1. Corinna sagt:

    Hallo Eva :),

    mein Lieblingskochbuch ist leider immernoch Chefkoch dee ee :).
    Mit auf die einsame Insel nehme ich dann einfach dich und lasse mich bekochen *g* (Spa├č).

    P.S. Deine Bilder sind wirklich sch├Ân :) einige davon kannte ich noch garnicht.

    LG Corinna

  2. Melanie sagt:

    Gar nicht so einfache Frage: Ich w├╝rde das Kochbuch ÔÇťVegan & Vollwertig Genie├čenÔÇŁ vom H├Ądecke Verlage mit auf eine einsame Insel nehmen. Endlich ein Vollwertkochbuch mit tollen Bildern. Da das Buch vegan ist, m├╝sste ich keine Tiere halten oder gar erlegen… In Kombinationen mit meinem Mixer k├Ânnte ich viele leckere Gerichte zaubern. OK, dann br├Ąuchte ich auch eine Solaranlage, um etwas Strom zu produzieren ;-).

    Danke f├╝r deinen Buchtipp! Steht schon auf meiner Amazon Wunschliste :-).

    1. Und dir Danke f├╝r deinen Buchtipp! Denn das steht jetzt auf meiner Amazon-Wunschliste, da mich das, was ich dort noch ├╝ber das Buch gelesen habe, sehr neugierig auf mehr gemacht hat.

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