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Buchrezension | Lebensmittel-Lügen – Wie die Food-Branche trickst und tarnt [Verbraucherzentrale]

Buchrezension | Lebensmittel-Lügen | food-vegetarisch.de

Seit Juli 2011 gibt es nun schon das von der Bundesregierung geförderte und vom Verbraucherzentrale Bundesverband und der Verbraucherzentrale Hessen betriebene Online-Portal lebensmittelklarheit.de, das Informationen rund um die Kennzeichnung und Aufmachung von Lebensmitteln bietet und Fragen von Verbrauchern und Verbraucherinnen zu konkreten Produkten beantwortet. Ich selbst kann mich noch gut daran erinnern, dass vor allem während der Startphase regelmäßig auch in den verschiedenen Medien über dies geplante Portal berichtet wurde. Vor allem die Lebensmittelindustrie fühlte sich damals in Alarmbereitschaft versetzt angesichts des bevorstehenden Starts von lebensmittelklarheit.de.

lebensmittelklarheit.de

Wie gut inzwischen lebensmittelklarheit.de von den Verbrauchern angenommen wurde, zeigt allein schon, dass, nach Auskunft der Verbraucherzentralen, in den ersten zwei Jahren bereits über 11.000 Produktmeldungen und Anfragen von Verbrauchern und Verbraucherinnen an das Expertenforum eingegangen sind. Höchste Zeit also, die bisher gesammelten Erkenntnisse auch in Buchform herauszubringen und so einen Ratgeber zu schaffen, der Verbraucher dabei unterstützen soll, Kennzeichnungsfallen und Werbelügen bei Lebensmitteln zu erkennen. Im September 2013 erschien nun dieser Ratgeber der Verbraucherzentrale mit dem Titel Lebensmittel-Lügen – Wie die Food-Branche trickst und tarnt, der 223 Seiten umfasst und 9,90 Eur kostet. Ein Exemplar davon wurde mir jetzt freundlicherweise von Blogg dein Buch und der Verbraucherzentrale zur Verfügung gestellt.

Buchrezension | Lebensmittel-Lügen | food-vegetarisch.de

Einen ersten Pluspunkt für dies Buch gab es dabei von mir bereits beim Anblick des Buch-Covers, das auf wunderbar charmante Weise zeigt, worum es in diesem Ratgeber geht. Und auch die Gestaltung der Umschlaginnenseiten gefiel mir auf Anhieb: Die letzte Seite lässt sich ausklappen und zeigt anhand eines konkreten Beispiels, welche Angaben auf jedes Lebensmittel gehören. Und wer den schnellen Einstieg in das Buch sucht, dem bietet die erste Seite den passenden Überblick.

Oder aber man liest sich von vorne nach hinten durch. In dem Fall erwarten einen zunächst einige einleitende Worte und einen kleinen Ausflug in die Geschichte der Werbung, bevor es dann darum geht, wie die Food-Branche trickst und tarnt. Grob gegliedert ist dabei das Buch in folgende Abschnitte: Wie funktionieren die Werbetricks des Lebensmittelhandels? // Wie können Produktnamen täuschen? // Wie wird mit dem Begriff „Geschmack“ getrickst? // Große Verpackung, wenig Inhalt? Wie mit der Füllmenge getrickst wird. // „Gesund, schlank, fit“ – wie mit falschen Gesundheitsversprechen geworben wird. // Reingefallen beim Einkauf? – So können Sie sich wehren.

Buchrezension | Lebensmittel-Lügen | food-vegetarisch.de

Den Großteil des Buchs machen dabei viele Produktbeispiele aus, an Hand derer konkret gezeigt wird, wie bei der Produktkennzeichnung jeweils getrickst und getarnt wurde. Vielen wird es sicherlich ähnlich gehen wie mir, da ich hier doch einiges Bekanntes aus dem Supermarkt um die Ecke wieder entdeckt habe. Doch vor allem gab es bei mir bei der Lektüre dieses Teils des Buchs diverse AHA-Momente, obwohl ich eigentlich davon ausgegangen war, dass ich mir im Laufe der Zeit schon ein gutes Basiswissen angeeignet hätte in Hinblick auf meine Lebensmitteleinkäufe.

Neben den Produktbeispielen finden sich außerdem wichtige Hinweise und Tipps in farbig hinterlegten Infoboxen, so dass man sich hier zusätzlich gut orientieren kann. Nur die rosa Boxen, die mir ebenfalls regelmäßig beim Lesen begegnet sind und die Forderungen der Verbraucherzentralen enthalten, haben meinen Lesefluss doch etwas gestört und ich hätte sie mir lieber zusammengefasst an einer Stelle gewünscht. Vermisst habe ich außerdem ein etwas ausführlicheres Register, mit dem sich bestimmte Produkte schneller wieder finden lassen, während das Glossar, in dem die wichtigsten Begriffe rund um die Lebensmittelkennzeichnung gut erklärt sind, wiederum von meiner Seite keine Wünsche offen lässt.

Und nach der Lektüre dieses Buchs fühle ich mich auf jeden Fall deutlich besser gerüstet für meinen Weg, ein immer mündigerer Käufer zu werden, der gleichzeitig auch darum weiß, dass viele Einkäufe dennoch instinktiv ablaufen.

Und wie ist es bei euch? Seit ihr eigentlich auch schon Mal einem Etikettenschwindel aufgesessen?

In diesem Sinne, Augen auf beim Einkauf! Lasst euch nicht über den Tisch ziehen und genießt weiterhin euer Essen,

wünscht Eva.

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Vielen Dank an Blogg dein Buch und an die Verbraucherzentrale, die mir diesen Ratgeber zur Verfügung gestellt haben. Meine Meinung bleibt davon allerdings, wie immer, unberührt.

Logo des Online Portals Blogg dein Buch

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