Projekt Nutzgarten

Mein Gartenjahr 2019 in Bildern – Teil 1

Mein Gartenjahr 2019 - Teil 1

Gerne blicke ich auf mein Gartenjahr 2019 zurück. Im Vergleich zum Jahr davor konnten wir deutlich früher in unsere zweites Saison starten. Denn 2018 waren wir zunächst noch mit dem Anlegen unserer drei Rahmenbeete beschäftigt. Außerdem habe ich wieder mein kleines Kaffee-Foto-Projekt aufleben lassen. Seit einigen Jahren versuche ich schon, wenigstens einmal pro Monat einen Kaffee im Freien zu genießen. 2019 geschah dies vor allem in unserem kleinen Gemüsegarten, und der Liebste hat es fotografisch festgehalten.

Januar und Februar

Während ich im Januar ungeduldig der neuen Gartensaison entgegenfieberte, warteten meine Gemüsebeete, geschützt durch angehäuftes Laub und Schnittgut und einer gelegentlichen Schneedecke, geduldig auf ihre Bestimmung.

Gartengespräche

Dafür kam dann mit dem Februar jede Menge unerwartetes gärtnerisches Input. Denn Svetlana vom Gartenblog Osmers unterhielt sich mit verschiedenen anderen gartenbegeisterten Bloggern via Instagram übers Gärtnern. Diese Gartengespräche waren für mich Inspiration pur. Susann und Yannic von Krautkopf stellten u. a. ihre Saatgut-Tabelle vor, mit deren Hilfe sie ihr Gartenjahr planen. Das hat mich so überzeugt, dass ich sofort begann, mir auch eine solche Tabelle anzulegen. Mittlerweile kann man sich die Saatgut-Tabelle für den Gemüseanbau von Krautkopf auch hier herunterladen. Und durch Katharina, die den wunderbaren Blumenblog Aus dem Garten betreibt, erfuhr ich, dass es Blumen gibt, die man schon im Januar vorziehen kann, die sogenannten Cool Flowers. Außerdem gab es von den verschiedenen Bloggern Empfehlungen zu Saatgutversendern und Tipps, wo man sehr gut Pflanzen, Stauden und Gartenzubehör bestellen kann.

So motiviert, legte ich ab Februar auch in unserem Garten los. Die Puffbohnen waren das erste Gemüse, das ich im Freien aussäen konnte. Außerdem pflanzte ich einige Kohlrabipflanzen in die Gemüsebeete. Diese hatte ich im Vorjahr etwas zu spät ausgesät. Die Wintermonate hatten sie dann in Töpfen an der Hauswand verbracht.

März und April

Endlich – die neue Staffel von Gardeners‘ World hat begonnen. Gardeners‘ World ist DIE Gartensendung der BBC, und das bereits seit 1968. Und auch wenn man kein BBC 2 empfängt, so hat man Dank YouTube die Möglichkeit, sich die aktuellen Folgen zeitnah anzuschauen. Persönlich mag ich vor allem die Rubrik „Jobs for the Weekend“, mit der jede Folge endet. Denn meist sind einige Gartenjobs dabei, die ich direkt in die Tat umsetzen kann.

Befüllung der Gemüsebeete

Bei der weiteren Befüllung der Gemüsebeete hielt ich mich sehr genau an den Anbauplan, den ich hier auch vorgestellt hatte. Einige Gemüsesorten wie Salat, Mangold, Zucchini und Tomaten hatte ich bereits im Haus vorgezogen, während ich Radieschen und Zuckererbsen nun direkt aussäte. Bereits Ende April konnte ich die erste Radieschen ernten. Jetzt kamen auch die Kartoffeln in die Erde. Außerdem hatte ich einige Ringelblumen und Kornblumen, die sich im Garten selbst ausgesät hatten, in und um die Gemüsebeete gepflanzt. Diese sorgten für den Rest des Jahres für ein regelrechtes Blütenmeer. Bei den Puffbohnen entschloss ich mich zu einer Nachsaat, da kaum welche gekeimt waren. Aber auch die Nachsaat war von Erfolglosigkeit gekrönt. 2019 wurden Puffbohnen und ich keine Freunde. Wer sich dafür sehr gut entwickelte, war der Erdbeerspinat. Diesen hatte ich bereits im Herbst 2018 ausgesät und dann so wie den Kohlrabi in Töpfen überwintert. In meinem Anbauplan hatte ich den Erdbeerspinat allerdings gar nicht mehr berücksichtigt, da ich nicht wirklich damit gerechnet hatte, dass die Pflanzen den Winter überstehen würden. Platz für ihn fand ich dann in dem Beet, in dem ab Mai die Zucchinipflanzen einziehen sollten. Noch einmal anbauen werde ich Erdbeerspinat allerdings nicht, auch wenn er mit seinen roten Früchten sehr hübsch aussah. Mir war einfach die Ernte aufgrund der recht kleinen Blätter zu aufwändig und ich stellte zudem fest, dass ich klassischen Spinat doch deutlich lieber mag.

Mulchen und Gießen

Was wachsen soll, muss auch regelmäßig gegossen werden. Hier bin ich Caro vom Blog Hauptstadtgarten noch immer sehr dankbar für ihre Beiträge übers Mulchen und über verschiedene Bewässerungsmöglichkeiten. 2019 habe ich dann auch meine Gemüsebeete und die Kisten mit Tomaten regelmäßig mit getrocknetem Rasenschnitt gemulcht. Und der Liebste überraschte mich gleich mit mehreren Ollas, die er nach dieser Anleitung gebaut hatte. Diese wurden dann auch direkt in die Beete eingegraben. Außerdem baute ich einfache Rankhilfen für Zuckererbsen und Buschbohnen.

Radieschen „Eiszapfen“ und „Parat“

Mai und Juni

Mitte Mai durften auch die restlichen Gemüsepflanzen in die Beete. Die meisten Pflanzen vertrugen die Umsiedelung ganz gut. Nur die gelben Gurken und auch die gelbe Zucchini, die beide bei mir Premiere hatten, taten sich schwer. Vielleicht hatte ich sie nicht gut genug abgehärtet oder ihnen gefiel der ihnen zugedachte Platz nicht. Während die Zucchini „Zuboda“ uns so, wie bereits im Vorjahr, eine reichliche Ernte bescheren sollte, verfaulten bei der gelben Zucchini die meisten Früchte bereits im Anfangsstadium. Beim Abräumen der Beete im Herbst stellte ich dann fest, dass sich unter der gelben Zucchini eine Wühlmaus angesiedelt hatte. Ob sie für die mäßige Ernte verantwortlich war?

Von den drei gelben „Lemon“ Gurken überlebte nur eine die ersten zwei Wochen. Da passte es gut, dass Ende Mai im Cloppenburger Museumsdorf die Gartenpartie stattfand. Dort erstand ich eine „Albanische“ Gurke und eine Gurke der Sorte „Marketmore“. Aber auch diese lieferten kaum Erträge, so dass ich dies Jahr mein Glück mit einer anderen Gurkensorte und einem neuen Standort versuchen werde. Dafür war ich mit dem, was so alles blühte, sehr zufrieden. Auch der kriechende Günsel, den ich im Vorjahr um die Trittplatten gepflanzt hatte, stellte sich als wunderbarer Insektenmagnet heraus. Und zu ernten gab es neben Radieschen, Salat und den ersten Erdbeeren auch reichlich Rhabarber.

Gartenfreizeit

Viel Blühendes gab es auch auf der Chelsea Flower Show in London zu sehen. Der Liebste und ich schauten uns tatsächlich, wenn auch nicht allzu zeitnah, die komplette Berichterstattung der BBC an, was bis zu drei Sendungen pro Tag waren. Gerne möchte ich auch selbst mal dorthin. Wer bereits dort war, ist Meike Winnemuth. Im Juni las sie im Museumsdorf in Cloppenburg aus ihrem Buch Bin im Garten und berichtete auch von ihrem Besuch auf der Chelsea Flower Show. Zusammen mit einigen Freundinnen verbrachte ich einen wunderbaren Abend bei dieser Lesung, um hochmotiviert in das zweite Gartenhalbjahr zu starten.

3 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.