Porridge mit Rhabarberkompott (einfach lecker)

Porridge gilt als Frühstücksklassiker im englischen Sprachraum, und auch bei uns gibt es ihn regelmäßig zum Frühstück. Im Frühjahr mag ich ihn besonders gerne mit Rhabarberkompott.

Wenn ich mir unseren Verbrauch an Haferflocken anschaue, könnte man in unserem Haushalt durchaus von einer gewissen Vorliebe für dieses Nahrungsmittel ausgehen. Meist gibt es bereits zum Frühstück etwas mit Haferflocken, wie z. B. Overnight Oats, Porridge oder Müsli. Während der Liebste vor allem Fan der Express-Variante ist, bereite ich ihn mir gerne auch ganz klassisch zu.

Wissenswertes zur Zubereitung

Das Besondere bei Porridge ist, dass für diesen die Haferflocken solange in Wasser und/oder Milch gekocht werden, bis sie eine cremige Konsistenz haben. Beim Müsli werden sie nur eingeweicht. Statt Haferflocken kann man übrigens auch geschroteten Hafer oder Hafergrütze verwenden. Serviert und verfeinert wird der fertige Porridge dann ganz nach Geschmack, z. B. mit Honig, Zucker, Zimt, Joghurt, Sahne und/oder Früchten. Und man kann ihn auch prima herzhaft zubereiten.

Etwas Porridge Know-How

  • Im europäischen Deutsch ist Porridge sowohl ein Maskulinum als auch (veraltend) ein Neutrum.1).
  • Lokale Bezeichnungen sind unter anderem Haferbrei, havermoutpap (niederländisch), havregrynsgröt (schwedisch), havregrød (dänisch), havregrøt oder havregraut (norwegisch), hafragrautur (isländisch), kaurapuuro (finisch) oder owsianka (polnisch)2) 3).
  • Inzwischen gilt Porridge vor allem als warme Frühstücksmahlzeit. Früher wurde er aber auch als Mittags- und/oder Abendmahlzeit gegessen2).
  • Vor allem in Schottland hat Porridge eine sehr lange Tradition. Diese ist unter anderem darin begründet, dass Hafer mit den niedrigeren Temperaturen und der höheren Luftfeuchtigkeit in Schottland besser zurecht kommt als Weizen3).
  • Seit 1994 findet in Schottland die jährliche Porridge-Weltmeisterschaft statt, dessen Höhepunkt die Verleihung des “Golden Spurtle” ist4).

Saisonale Varianten

Je nach Saison kann man statt Rhabarber auch andere saisonale Früchte für den Kompott verwenden. Oder aber man friert einfach zur Rhabarbersaison regelmäßig in Stücke geschnittenen Rhabarber ein, um diesen dann im Laufe des Jahres zu verwenden.

Porridge mit Rhabarberkompott

Portionen 2
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Zutaten

Für den Rhabarberkompott
  • 250 g Rhabarber
  • 3 EL Honig
  • 2-3 EL Wasser
  • 1 Prise gemahlene Bourbon-Vanille
  • 1 Prise Zimt
Für das Mandel-Topping (optional)
  • 20 g Mandeln
  • 1 EL Honig
  • 1 TL Butter
  • 1 Prise gemahlene Bourbon Vanille
Für den Porridge
  • 400 ml Pflanzendrink nach Geschmack z. B. Haferdrink
  • 100 g Haferflocken
  • Sahne zum Servieren optional

Zubereitung

  • Den Rhabarber waschen, putzen und in 2 cm lange Stücke schneiden. Zwei Drittel der Rhabarberstücke zusammen mit Honig und Wasser in einen Topf geben und unter Rühren 5–7 Minuten köcheln lassen. Die restlichen Rhabarberstücke zugeben und alles weitere 2 Minuten köcheln lassen. Den Kompott mit Vanille und Zimt abschmecken.
  • Für das Topping die Mandeln grob hacken und in einer Pfanne anrösten. Den Honig, Butter und Vanille zugeben und alles karamellisieren lassen.
  • Die Flüssigkeit und die Haferflocken in einem kleinen Topf zum Kochen bringen. Die Hitze reduzieren und unter regelmäßigen Rühren köcheln lassen, bis der Porridge die gewünschte cremige Konsistenz hat.
  • Porridge mit Kompott und dem Mandel-Topping servieren. Auf Wunsch einen Schuss Sahne darübergießen.

Einzelnachweise:

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4 Kommentare

  1. Ich liebe Porridge und ich liebe Rhabarber. Aber in Kombination habe ich das noch nie gegessen. Warum eigentlich nicht? Wird gleich ausprobiert!

    1. Das freut mich, Katrin! Und ich denke, die Kombination wird dann auch nach deinem Geschmack sein :)
      Herzliche Grüße,
      Eva

  2. Ich bin gerade voll im Rhabarber-Fieber und deshalb MUSSTE ich hier sofort reinschnuppern! Klingt super lecker! Und die Info mit der Meisterschaft find ich ziemlich cool!

    1. Das mit der Porridge-Weltmeisterschaft habe ich auch nur Dank eines Kunden erfahren, für den ich ein dazu passendes Motiv fotografieren sollte. Und bei meiner Recherche dazu habe ich dann noch herausgefunden, dass vor ein paar Jahren der Weltmeister doch glatt aus meiner Gegend (Oldenburg) kam. Also nicht nur die Schotten können Porridge kochen ;-)
      Herzliche Grüße
      Eva

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