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Vegetarisches Kedgeree

William Somerset Maugham soll gesagt haben „Um in England gut zu essen, sollte man dreimal am Tag frühstücken, und zwar nicht ohne Kedgeree“. Bis vor Kurzem wusste ich selber allerdings nicht, was Kedgeree ist. Die Wende brachte erst das Buch Anjums indische vegetarische Küche* von Anjum Anand, das ich vor Kurzem auch ausführlicher hier vorgestellt habe und in dem ich ein Rezept für ein Kedgeree entdeckte. Dort las ich auch, dass es einst von Kolonialherren in Britisch-Indien erfunden wurde, es also ein Gericht der anglo-indischen Küche ist.

Durch Wikipedia erfuhr ich außerdem noch, dass Kedgeree eigentlich aus Fisch, gekochtem Reis, Eiern und Butter besteht, und in viktorianischer Zeit vor allem zum Frühstück gereicht wurde, heute aber zumeist als Mittagessen. Außerdem gibt es ein indisches Gericht „khichri“, das aus Reis, Dal, Butter, Zwiebeln und Gewürzen zubereitet wird, und das als Namensgeber für Kedgeree gilt. Wahrscheinlich hat sich auch Anjum Anand an diesen beiden Speisen orientiert bei ihrer Neuinterpretation für ein indisch-vegetarisches Kedgeree.

Und wie köstlich dieses ist, davon habe ich mich direkt überzeugen können, nachdem ich es zum ersten Mal zubereitet habe. Inzwischen gab es Kedgeree bei uns schon öfter, wobei das Originalrezept noch einige Abwandlungen erfahren hat. Zum einen verwende ich Vollkorn-Basmatireis, auch wenn er die Zubereitungszeit deutlich verlängert, und zum anderen mache ich es mir beim Würzen etwas einfacher, indem ich vor allem Currypulver zum Würzen verwende. Ich hatte anfangs übrigens ziemliche Schwierigkeiten, gelbe Mungbohnen (Mung Dal) zu bekommen, bis ich den Tipp bekommen habe, mein Glück doch mal in einem Asialaden zu suchen.

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Vegetarisches Kedgeree

Portionen 2

Zutaten

  • 100 g Vollkorn Basmati Reis
  • 50 g Mungbohnen Mung Dal
  • 200 ml Kokosmilch
  • 3 EL Ghee oder Butter
  • 1/2 TL Kreuzkümmelsamen Cumin
  • 1 kleine Zwiebel gehackt
  • 2 Knoblauchzehen fein gehackt
  • 1/2 EL frischer Ingwer fein gehackt
  • 2 1/2 TL Currypulver
  • Salz | Pfeffer
  • 2 EL Schnittlauch gehackt
  • 2 Eier

Anleitungen

  • Den Reis und die Mungbohnen in einen Topf geben und zweimal durchwaschen. Die Milch und 250 ml Wasser dazugeben und die Mischung 10 Minuten einweichen lassen. Dann den Herd auf die höchste Hitzestufe stellen und den Reis und die Mungbohnen aufkochen lassen. Sobald das Wasser kocht, den Herd auf die mittlere Hitzestufe stellen und den Reis ca. 30 Minuten bei halb zugedecktem Deckel köcheln lassen, bis das Wasser verdampft ist.
  • Inzwischen 2 EL Ghee (oder Butter) in einem anderen Topf bei mittlerer Hitze erwärmen, die Kreuzkümmelsamen hinzugeben und rösten, bis sie dunkel werden. Die gehackte Zwiebel hinzugeben und goldbraun braten. Den fein gehackten Knoblauch und den Ingwer hinzufügen und sanft braten, bis der Knoblauch Farbe anzunehmen beginnt. Mit dem Currypulver und reichlich Salz nach Geschmack würzen und 1 weitere Minute braten. Eventuell noch etwas Wasser hinzugeben.
  • Die gewürzte Zwiebel unter die fast gar gekochte Linsen-Reis-Mischung rühren und ein paar Minuten weiterköcheln lassen bis alles gar ist. Den Schnittlauch unterrühren. Das Kedgeree mit Pfeffer und Salz abschmecken und die Konsistenz abstimmen. Die Masse sollte cremig und dickflüssig sein - nach Bedarf entweder ein wenig Wasser hinzufügen oder die Flüssigkeit bei starker Hitze stärker einkochen.
  • Das restliche Ghee (oder die Butter) in einer beschichteten Pfanne erhitzen und die Eier darin aufschlagen. Je nach Geschmack die Eier von einer oder von beiden Seiten braten. Die Reismischung auf Tellern verteilen, die gebratenen Eier darauflegen und servieren.

Notizen

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Vegetarian Kedgeree | Vegetarisches Kedgeree | www.food-vegetarisch.de

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Mung Beans | Mungbohnen | food-vegetarisch.de

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4 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

  1. Ich weiss ja nicht ob ich das schon zum Fruehstueck geniessen koennte, aber etwas spaeter am Tag auf jeden Fall.
    Mung Dal habe ich fast immer im Haus, wird auf jeden Fall mal ausprobiert!
    Danke fuers hungrig machen.
    xo Eva

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