10 Gedanken zu.. Reis |..und ein Rezept für Reismilch

Verschiedene Sorten Vollkornreis

Früher war für mich Reis gleich Reis und ich habe mir über die verschiedenen Reissorten kaum Gedanken gemacht, sondern einfach gegessen, was auf den Tisch kam, was meist weißer Kochbeutelreis war. Später habe ich dann Milchreis für mich entdeckt und auch den ersten Vollkornreis. Eine Idee von der enormen Vielfalt an Reissorten habe ich aber tatsächlich erst in den letzten Jahren bekommen. Dazu beigetragen hat sicherlich auch, dass inzwischen viel mehr Sorten im Handel angeboten werden. Entsprechend gibt es hier auf dem Blog auch schon diverse Rezepte mit Reis wie z. B. der Rote Reissalat mit Linsen oder das Steckrüben Vollkorn-Risotto.

Von daher macht es auch einfach nur Sinn, dass ich nun dem Reis auch eine Folge meiner 10 Gedanken zu.. widme. Dazu gibt es außerdem ein Rezept für Reismilch. Reismilch ist nicht nur sehr einfach zuzubereiten, sondern selbstgemacht auch deutlich günstiger als gekaufte Reismilch. Außerdem weiß man beim Selbermachen dann auch, was in seiner Milch drin ist. Denn die Zutatenliste kann sich von Anbieter zu Anbieter doch sehr unterscheiden. So habe ich bei einem Anbieter neben Wasser und Reis noch Sonnenblumenöl, Tricalciumphosphat, Maltodextrin, Meersalz, Stabilisator (Gellan), Vitamine (B12, D2), Säureregulator (Dikaliumphosphat) in der Zutatenliste gefunden, während es andere Anbieter (z. B. Provamel Bio Reisdrink ungesüßt) gibt, die nur mit Wasser, europäischem Reis, Sonnenblumenöl und Meersalz auskommen, wobei der Reis und das Sonnenblumenöl zudem aus kontrolliert biologischem Anbau stammen.

  • Das deutsche Wort Reis lässt sich vom mittellateinischen risum ableiten, das dem lateinischen oriza entstammt. Die lateinische Bezeichnung für die Gattung Reis ist Oryza 1).
  • Eine systematische Einteilung der verschiedenen Reissorten ist schwierig aufgrund der enormen Vielfalt der in Jahrtausenden gezüchteten Sorten und Kreuzungen. Die verschiedenen Reissorten werden nach der Form und Größe des Korns meist in Langkorn-, Mittelkorn- und Rundkornreis eingeteilt, wobei manchmal Mittel- und Rundkornreis auch zu einer Untergruppe zusammengefasst werden 1).
  • In großen Teilen Asiens gilt Reis als das wichtigste Lebensmittel. In vielen asiatischen Sprachen ist der Begriff Essen sogar gleichbedeutend mit Reis essen. Das japanische Wort Grohan heisst „Mahlzeit“, aber auch „gekochten Reis essen“. Und wer auf vietnamesisch Guten Appetit meint, sagt wörtlich „Lassen Sie sich den Reis schmecken“ 2).
  • Im Vergleich zu anderen Getreidearten wie Roggen, Weizen und Hafer, ist Reis glutenfrei 3).
  • Reis gehört zu den Spelzgetreiden. Der Spelz wird nach der Ernte entfernt. Das das Reiskorn umgebene Silberhäutchen bleibt bei Vollkornreis erhalten und wird nur bei weißem Reis abgeschliffen. Hierbei gehen allerdings Vitamine und Mineralstoffe, die sich in der Außenhülle des Reis befinden, verloren. Dafür hält sich weißer Reis länger während Vollkornreis schneller ranzig werden kann 4).
  • Von der Qualität des Wassers, in dem die Reispflanze wächst, hängt auch der gute Geschmack des Reis ab. Bio-Reis wird daher in abgeschiedenen Sumpf- oder Bergregionen angebaut, wo das Wasser weitestgehend sauber und unbedenklich ist 5).
  • Reis wird in über einhundert Ländern auf fast jedem Kontinent der Welt angebaut. Als nördlichste Anbaugebiete gelten die italienische Po-Ebene und das Tessin 6, 7).
  • In der Kultur von Madagaskar ist Reis sehr wichtig. Dies zeigt sich auch darin, dass sein Wachstum mit dem gleichen Wort beschrieben wird mit dem auch eine Schwangerschaft oder Geburt beschrieben wird 7).
  • Einer malaiischen Sage nach soll ein guter Geist den Menschen den Reis geschenkt haben, allerdings im Kropf eines Hahns versteckt. Welche der vielen Reissorten es war, ist leider nicht überliefert. 4).
  • Die japanischen Automarken „Honda“ und „Toyota“ heißen auf japanisch „Hauptreisfeld“ bzw. „reiches Reisfeld“ 2).

Reismilch
Ergibt ca. 500-650 ml Reismilch
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Zutaten
  1. 100 g Vollkornreis
  2. 750–900 ml Wasser
  3. 1 Prise Salz
  4. 1 Prise gemahlene Bourbon-Vanille
  5. 4–5 Datteln
Zubereitung
  1. Reis in einen Topf geben, zweimal durchwaschen, 250 ml Wasser und Salz hinzugeben. Alles bei höchster Stufe aufkochen. Dann den Reis bei sehr schwacher Hitze 30 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln und anschließend etwas abkühlen lassen.
  2. Je nach der gewünschten Sämigkeit 500–650 ml frisches Wasser zugeben
  3. und nach Geschmack mit gemahlener Vanille und Datteln süßen. Alles im
  4. Mixer pürieren.
  5. Anschließend die Milch durch ein Tuch (Küchen- oder Passiertuch) abseihen und durchpressen.
KÜCHEN-TIPPS
  1. Sehr gerne füge ich noch 1-2 EL Kokosmus hinzu, wenn ich die Reismilch einfach so oder zum Kaffee trinken möchte.
  2. Als Reis nehme ich meistens Vollkorn-Rundkornreis, der oft auch als Naturreis bezeichnet wird.
vegetarisch | laktosefrei | vegan | vollwert
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Verschiedenen Sorten Vollkornreis

Reismilch zubereiten

Einzelnachweise:

2 Kommentare

  1. PollyEsther

    Stimmt schon, die Zutatenliste ist oft nicht so doll.

    Wie lange hält sich sowas im Kühlschrank, wie bewahrst du das auf?
    Nimmst du ein normales Küchentuch oder ein Passiertuch (noch nie gesehen irgendwo)?
    Ich hab ma Kartoffelpufferteig durch ein Küchentuch gepresst, das war danach kaum sauber zu bekommen.

    • Ich bewahre die Reismilch meist in einer Flasche mit Schraubverschluss oder in einer Weckflasche auf, und nach meinen bisher gemachten Erfahrungen hält sie sich mindestens 3-4 Tage. Länger konnte ich bislang noch nicht ausprobieren, da sie dann immer schon verbraucht war.
      Was das Durchseihen betrifft, so habe ich anfangs ein Küchentuch genommen, bis es irgendwann mal geplatzt ist, weil es doch schon recht spröde war :-) Das Passiertuch habe ich im Internet bestellt und hinterher kommt es dann einfach zusammen mit den Handtüchern in die Wäsche. DAs funktioniert bislang ganz gut.

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