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Buchrezension | Objektfotografie – Grundlagen für Einsteiger

Seit ich denken kann, liebe ich das Schmökern in Buchhandlungen. Waren es früher die Abenteuer der „Fünf Freunde“, die ich besonders spannend fand, kann ich heute Stunden mit dem Durchblättern von Kochbüchern oder Büchern übers Fotografieren verbringen und oft bleibt es nicht nur bei diesem Durchblättern.

Denn immer wieder entdecke ich dabei ein Buch, das ich unbedingt selber besitzen möchte, um jederzeit rein schauen zu können. Die Gründe sind jedes Mal andere, haben aber stets mit meiner Leidenschaft für die Food-Fotografie zu tun. Und da es bei Food-Vegetarisch auch um die Food-Fotografie geht, möchte ich diese persönlichen Highlights gerne teilen, da manches Buch sich vielleicht auch für den einen oder anderen als eine kleine Fundgrube herausstellen mag.

Objekte, Food und andere Gegenstände ins richtige Licht rücken

Diesmal geht es um das neue Buch Objektfotografie – Grundlagen für Einsteiger* (Markt+Technik Verlag; 29,95 Euro) von Eberhard Schuy. Schon seit Langem bin ich bekennender Fan des Kölner Fotografen Eberhard Schuy und seiner Schulungsfilme, die ich durch FotoTV kenne. Mir gefällt einfach die Art und Weise wie Eberhard Schuy Zusammenhänge erklärt, und seine Bildideen und Umsetzungen finde ich grandios.

Eberhard Schuys Buch Objektfotografie im Detail: Bilder, Sets und Erklärungen* (Addison-Wesley Verlag; 49,80 Euro), in dem es vor allem um Bilder und die dazugehörigen Sets geht, steht bereits seit Längerem in meinem Bücherregal und ich schaue mir die Bilder immer wieder mit Begeisterung an. Allerdings habe ich das Nachstellen der Sets in diesem Buch mit all den künstlichen Lichtquellen bisher als zu fortgeschritten für mich empfunden, die fast immer mit Tageslicht fotografiert und eine Softbox nur an Winterabenden als Tageslichtersatz nutzt.

Aber genau diese Lücke schließt Eberhard Schuy nun mit seinem neuen Buch, und bereits nach dem Lesen der ersten Seiten hat es mich in den Fingern gejuckt, das Gelesene direkt anhand eigener Motive auszuprobieren. Alles ist so klar, motivierend und übersichtlich beschrieben, dass man eigentlich gar nicht anders kann, als mitmachen zu wollen, egal welche Ausrüstung man nun hat. Wunderschön finde ich in diesem Zusammenhang, wie Eberhard Schuy in seinem Vorwort den Fotografen mit einem Autor vergleicht, den man z.B. auch nicht fragt, ob er „das Manuskript handschriftlich, also analog, oder digital per Computer erstellt hat“.

Fotogrundlagen für die Objektfotografie anschaulich und machbar erklärt

Dieser anschauliche, detaillierte und gleichzeitig auf den Punkt kommende Stil in Kombination mit erklärenden Illustrationen und Bildern zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch. In den ersten beiden Kapiteln geht es vor allem um die fotografischen Grundlagen wie das „magische M“. Es folgt ein Kapitel über Gestaltungsregeln. Weiter geht es dann mit den Themen Bildidee, -inhalt und -wirkung mit all seinen Facetten. Im fünften Kapitel, das auch das umfangreichste ist, beschreibt Eberhard Schuy am Beispiel verschiedener Bilder deren Entstehung incl. der Postproduktion und gibt so gleichzeitig einen Einblick in seine Herangehensweise bei der Objektfotografie. Und bei der Wahl der Beispiele ist ihm zudem der Spagat gelungen, beeindruckende Fotos mit einem recht unkomplizierten Aufbau zu zeigen. Mit dem abschließenden Kapitel über Bildergeschichten und Motivation gibt es dann zu guter Letzt noch einmal jede Menge Inspiration für eigene Projekte.

Würde ich hier Sterne vergeben, gäbe es von mir für dies Buch ganz klar 5 von 5 Sternen. Ich habe viele für mich interessante Details entdecken können. So habe ich jetzt z. B. endlich verstanden, wie die Beugungsunschärfe optisch zustande kommt und welcher Ursprung hinter den Kelvingradangaben für die verschiedenen Farbtemperaturen steckt.  Besonders gut haben mir außerdem die über das Buch verteilten Beispielbilder mit ihren Anmerkungen zu den verschiedenen Details gefallen. Denn es werden sowohl positive als auch verbesserungsfähige Aspekte beschrieben, wodurch das eigene Auge gleich mit geschult wird. Und ein anderer schöner Nebeneffekt ist, dass ich mich jetzt auch motiviert fühle, mir noch mal einige Sets aus Objektfotografie im Detail genauer anzuschauen, um sie dann, auf meine Gegebenheiten angepasst, ebenfalls auszuprobieren.

Weitere Infos zu dem Buch gibt es außerdem im Blog vom Markt+Technik Verlag.

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4 Kommentare Neues Kommentar hinzufügen

    1. Dann wünsch ich euch schon mal viel Spass beim Schmökern :) Falls ihr es noch nicht kennt, solltet ihr auch unbedingt mal in „Food-Fotografie“ von Nicole S. Young reinschauen. Das könnte auch was für euch sein.

  1. Corinna sagt:

    Ja, das Buch Objektfotografie im Detail hab ich auch hier stehen. Am liebsten möchte ich das auch alles können und am besten sofort :D.
    Ich mag die Art wie er Dinge erklärt, sehr angenehmer Mensch.

    LG Corinna … die jetzt gleich mal bei Ama…. gucken muss

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