Hafer-Porridge mit Rhabarberkompott

Vor einiger Zeit habe ich hier auf dem Blog bereits meine Variante für Express-Porridge vorgestellt. Allerdings mag ich Porridge genauso gerne ganz klassisch zubereitet und dann mit Kompott und Sahne verfeinert. Jetzt im Frühjahr bietet sich dabei für den Kompott natürlich Rhabarber besonders an. Zusätzlich habe ich den Porridge noch mit einem Mandel-Topping verfeinert. Und besonders lecker wird es dann noch mit einem Schuss Sahne. Außerdem verwende ich gerne eine Mischung aus Haferflocken und geschrotetem Hafer, wobei das natürlich Geschmackssache ist.

Ursprünglich stammt Porridge übrigens aus Schottland. Dort gibt es sogar eine Porridge-Weltmeisterschaft „The Golden Spurtle“, die in diesem Oktober bereits zum 24. Mal ausgetragen wird. Einige Rezepte, die aus diesem Anlass bereits prämiert wurden, finden sich hier. Ich muss ja sagen, mir hat es vor allem der Sticky Toffee Porridge angetan. Hier überlege ich noch, wie man diesen ohne Zucker zubereiten kann.

Hafer-Porridge mit Rhabarberkompott
Serves 2
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Zutaten Rhabarberkompott
  1. 250 g Rhabarber
  2. 3 EL Honig
  3. 2–3 EL Wasser
  4. 1 Prise gemahlene Bourbon-Vanille
  5. 1 Prise Zimt
Zutaten Mandel-Topping
  1. 20 g Mandeln
  2. 1 EL Honig
  3. 1 TL Butter
  4. 1 Prise gemahlene Bourbon Vanille
Zutaten Porridge
  1. 500 ml Flüssigkeit (Wasser, Milch oder eine Mischung aus Wasser und Milch)
  2. 100 g Haferflocken (alternativ: Hafer, geschrotet)
  3. 1 Prise Salz
  4. Sahne zum Servieren (optional)
Zubereitung
  1. Den Rhabarber waschen, putzen und hartfaserige Haut in Fäden abziehen. Den Rhabarber in 2 cm lange Stücke schneiden. Zwei Drittel der Rhabarberstücke zusammen mit Honig und Wasser in einen Topf geben und unter Rühren 5–7 Minuten köcheln lassen. Die restlichen Rhabarberstücke zugeben und alles weitere 2 Minuten köcheln lassen. Mit Vanille und Zimt abschmecken.
  2. Mandeln grob hacken und in einer Pfanne anrösten. Honig, Butter und Vanille zugeben und alles karamellisieren lassen.
  3. Für den Porridge Flüssigkeit in einen kleinen Topf zum Kochen bringen. Hafer einrühren und 8–10 Minuten bei mittlerer Hitze zu einem cremigen Brei köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren. Zum Schluss mit Salz würzen.
  4. Porridge mit Kompott und dem Mandel-Topping servieren. Auf Wunsch einen Schuss kalte Sahne darübergießen.
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25 max | Lieblingssoßen: Tomaten-Sahne und Erdnuss-Kokos

Tomatensoße und Erdnusssoße
25 max ist eine Reihe mit Rezepten, für deren Zubereitung man maximal 25 Minuten benötigt.

Wenn ich nicht gerad für einen Blogpost Rezepte ausprobiere oder entwickle, lasse ich mich beim Kochen vor allem vom Inhalt unserer Gemüsekiste Inspirieren. Mittlerweile ist es nun schon drei Jahre her, seit wir unsere erste Kiste mit Gemüse aus der Region geliefert bekommen haben.

Das Gemüse bereite ich normalerweise ganz klassisch zu, indem ich es einfach in der Pfanne andünste und dann für jeden von uns eine Bowl mit verschiedenen Gemüsesorten zusammenstelle. Dazu gibt es dann oft noch gekochtes Getreide, Nudeln, Linsen oder Bratlinge. Und damit es nicht zu trocken wird, darf ein Dip oder eine Soße auch nicht fehlen. Die Auswahl an Möglichkeiten ist hier natürlich riesig, aber meist komme ich dann doch auf meine Lieblingssoßen zurück, die da wären: Tomate mit Sahne und Erdnuss-Kokos. Das Schöne ist, dass sie dem Liebsten und mir nicht nur sehr gut schmecken, sie sind auch sehr einfach zuzubereiten, benötigen nur wenige Zutaten und lassen sich sehr vielseitig verwenden.

Die Erdnusssoße passt z. B. auch prima als Dip zu Sommerrollen oder man kann sie als Basis für ein Gemüse-Curry verwenden. Und wenn ich mal Nudel-Gelüste habe, dann gibt es die Tomatensoße einfach zusammen mit Basilikum und Parmesan zur Lieblingspasta, um nur einige weitere Verwendungsmöglichkeiten zu nennen.

Erdnuss und Tomatensoße | Food Vegetarisch

Tomaten- und Erdnusssoße
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Zutaten für die Tomatensoße
  1. 1 mittelgroße Zwiebel (100 g)
  2. 2 EL Olivenöl
  3. 2 EL Tomatenmark
  4. 200 ml Gemüsebrühe
  5. 200 g Sahne
  6. Salz
  7. schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Zutaten für die Erdnusssoße
  1. 1 Knoblauchzehe
  2. 2 EL Erdnussöl
  3. 125 ml Gemüsebrühe
  4. 125 ml Kokosmilch
  5. 2 EL Erdnussmus
  6. 1–2 EL Tamari-Sojasoße
Zubereitung Tomatensoße
  1. Die Zwiebel schälen und sehr fein würfeln. Öl in kleinem Topf erhitzen. Zwiebel darin 2–3 Minuten andünsten. Tomatenmark, Gemüsebrühe und Sahne zugeben. Aufkochen und ca. 7-10 Minuten sprudelnd einkochen lassen bis die gewünschte Sämigkeit erreicht ist. Mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken. Auf ausgeschalteter Herdplatte im geschlossenen Topf ziehen lassen.
Zubereitung Erdnusssoße
  1. Für die Erdnusssoße den Knoblauch schälen und fein hacken. Erdnussöl in kleinem Topf erwärmen und den Knoblauch darin andünsten. Mit Gemüsebrühe und Kokosmilch ablöschen und die Soße aufkochen lassen. Erdnussmus einrühren, mit Sojasoße abschmecken. Alles 5-7 Minuten köcheln lassen bis die gewünschte Sämigkeit erreicht ist und anschließend abkühlen lassen.
Erdnuss-Gemüse-Curry
  1. Für ein Erdnuss-Gemüse-Curry zunächst 500-550 g Gemüse (z.B. Möhren, Kohlrabi und Spinat) in mundgerechte Stücke schneiden und zusammen mit dem Knoblauch in etwas Öl andünsten. Dann entsprechend des Rezepts für die Erdnusssoße fortfahren und das Curry 5-7 Minuten köcheln lassen bis die gewünschte Sämigkeit erreicht ist
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Erdnuss-Gemüse-Currry

Vollkorn-Spaghetti mit Tomatensoße

Vollkorn-Spaghetti mit Tomatensoße

Spargel-Hafer-Cremesuppe

Diesmal widme ich meinen Blogpost dem Saathafer, auch Avena sativa genannt. Denn dieser wurde am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg zur Arzneipflanze des Jahres 2017 gewählt. Das Besondere am Saathafer, der auch Weißer oder Echter Hafer genannt wird, ist, dass er ein sehr großes Spektrum an Einsatzmöglichkeiten bietet, die von der Behandlung der Haut, über Magen-Darm-Erkrankungen bis hin zur Vorbeugung etwa von Arteriosklerose und Diabetes mellitus Typ 2 reichen. Wer darüber mehr erfahren will, kann sich hier auch die entsprechende Pressemitteilung der Universität Würzburg durchlesen.

Dass ich bzw. wir sehr gerne Hafer essen, liegt aber nicht nur an seinen positiven Eigenschaften, sondern auch daran, dass er uns einfach gut schmeckt. Einige Gerichte mit Hafer wie die Apfel-Hafer-Muffins mit Streuseln, die Hafermilch oder der Express-Porridge mit Apfel und Banane gibt es auch schon auf dem Blog. Heute kommt nun ein Suppenrezept dazu, für das ich passend zur beginnenden Frühjahrssaison Spargel verwendet habe. Die Suppe lässt sich aber auch sehr gut mit anderem Gemüse zubereiten. Seit da einfach experimentierfreudig.

Spargel-Hafer-Cremesuppe

Spargel-Hafer-Cremesuppe
Serves 2
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Zutaten
  1. 600 g weißer Spargel
  2. 1 Bund glatte Petersilie
  3. 50 g Schalotten
  4. 1 EL Butter
  5. 1 TL Honig
  6. 60 g kernige Haferflocken (alternativ: Hafer, grob geschrotet)
  7. 600 ml Gemüsebrühe
  8. 200 g Sahne
  9. Salz
  10. schwarzer Pfeffer, frisch gemahlen
Zubereitung
  1. Spargel schälen, holzige Enden entfernen und die Stangen 7-10 Minuten in Salzwasser bissfest kochen. Herausnehmen und kalt abschrecken.
  2. Spargelköpfe und ca. 1/3 der Spargelstangen als Einlage beiseitestellen. Die restlichen Spargelstangen in ca. 2 cm lange Stücke schneiden
  3. Petersilie waschen, trocken schütteln und fein hacken. Schalotten schälen und fein würfeln.
  4. Spargelstücke und Schalotten in Butter andünsten. Honig und Haferflocken dazugeben. Mit 100 ml Gemüsebrühe ablöschen. Mit restlicher Gemüsebrühe und Sahne auffüllen und aufkochen. Suppe ca. 15 Minuten offen köcheln lassen und die Petersilie zugeben.
  5. Die Suppe cremig pürieren und mit Salz und Pfeffer abschmecken. Spargeleinlage zugeben, Suppe einmal aufkochen und mit etwas Petersilie garniert servieren.
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Saathafer

Spargel-Hafer-Cremesuppe

Saathafer

Buchrezension | Die Grüne Küche: Smoothies & Co.

Buchvorstellung Smoothies & Co

Ein Buch, das ich hier schon längst vorstellen wollte, ist Die Grüne Küche: Smoothies & Co. Erhältlich ist es bereits seit einiger Zeit auf Englisch. Im September vorigen Jahres ist nun auch die deutsche Übersetzung im Knesebeck Verlag erschienen. Hinter der grünen Küche verbergen sich David Frenkiel und Luise Vindahl, die den erfolgreichen englischsprachigen Food-Blog Green Kitchen Stories betreiben. Dies ist übrigens einer der ersten Food-Blogs, die ich für mich entdeckt habe, als ich anfing, mich für Blogs zu interessieren. Smoothies & Co. ist bereits das dritte Buch, das die beiden herausgebracht haben. Auch ihr Erstlingswerk Die Grüne Küche, habe ich hier auf dem Blog schon vorgestellt.

Zum Buch „Die Grüne Küche: Smoothies & Co.“

Im Gegensatz zu den beiden ersten Büchern kommt Die Grüne Küche: Smoothies & Co. sehr handlich im Format 16,9 x 21,9 cm daher. Die Handschrift der beiden Autoren ist aber auch bei diesem Buch sofort zu erkennen, sowohl was die Texte betrifft als auch die Fotos von David Frenkiel.

Und wie der Titel schon vermuten lässt, geht es in diesem Buch vor allem um Smoothies. Hierzu gibt es nicht nur jede Menge Rezeptideen, sondern auch sehr hilfreiche Hintergrundinfos in den Kapiteln Wissenswertes zur Zubereitung, Unsere Smoothie-Vorratskammer, So gelingen perfekte Smoothies, Geräte und Ausrüstung und Tipps & Tricks. Sehr schön ist in diesem Zusammenhang auch der kleine Smoothie-Leitfaden, den die beiden erstellt haben. Hier bekommt man sofort Lust, mit eigenen Smoothie-Kreationen loszulegen.

Die Rezepte selber sind unterteilt in die Kapitel Grundrezepte, Einfache Smoothies, Absolute Hingucker, Nussmilch-Variationen, Säfte und Dessert. Hier finden sich nicht nur klassische Smoothie-Ideen, sondern auch Grundrezepte für Müsli, Nussmilch oder Chiapudding. Und auch daran, ein Rezept für die Nutzung der Nussreste, die bei der Herstellung von Nussmilch anfallen, haben die beiden gedacht. Die meisten Rezepte sind übrigens für 1-2 Personen gedacht, aber es finden sich auch Rezepte für deutlich mehr Personen, wie z. B. das Marmorierte Smoothie-Stileis oder das Beeren-Salzkaramell-Semifreddo. Außerdem sind zusätzlich nussfreie Rezepte gekennzeichnet.

Rezepte, die ich ausprobiert habe

In dem Buch finden sich sowohl Rezepte mit Zutaten, bei denen die Chance groß ist, dass man diese bereits in seinem Vorratsschrank hat, als auch welche mit etwas ungewöhnlicheren Zutaten, sodass man hier die Chance hat, mal was Neues auszuprobieren. Diese bunte Mischung war es dann auch, die dafür gesorgt hat, dass ich letztlich mehr Rezepte ausprobiert habe, als ich ursprünglich geplant hatte.

Müsli

Müsli (S. 31)

Begonnen habe ich mit dem Grundrezept für Müsli. Das Mischungsverhältnis, das die beiden Autoren für Flocken, Kerne, Trockenfrüchte und andere Zutaten vorgeschlagen haben, hat mich dabei voll und ganz überzeugt. Nach diesem Leitfaden werde ich mir sicherlich auch zukünftig mein Müsli mischen.

Einfacher Himbeer-Smoothie | Mocha-Morning-Hit

Einfacher Himbeer-Smoothie (S. 38) | Mocha-Morning-Hit (S. 41)

Sowohl der Himbeer-Smoothie als auch der Mocha-Morning-Hit stammen aus dem Kapitel Einfache Smoothies, und hier ist der Name auch Programm: einfach zuzubereiten und dabei extrem lecker. Vor allem die Smoothie Variante des morgendlichen Cappuccinos hat mir sehr gut gefallen. Auf die Idee, Espresso mit Haferflocken, Kakao und Pflanzenmilch zu mixen, wäre ich vorher nicht gekommen.

Bananen-Snickers-Shake

Bananen-Snickers-Shake (S. 53)

Und den Bananen-Snickers-Shake kann ich allen Leckermäulern empfehlen, die Banane und Nuss mögen. Auch hier war ich wieder angenehm überrascht, wie einfach sich diese Köstlichkeit zubereiten ließ.

Mango-Chia-Parfait

Mango-Chia-Parfait (S. 64)

Etwas aufwändiger wurde es dann mit dem Mango-Chia-Parfait. Aber letztlich hielt sich auch hier der Aufwand und die Menge an Zutaten sehr in Grenzen. So ein leckeres Parfait ist doch schneller gemacht, als ich vorher gedacht hatte.

Orangen-Sesam-Smoothie mit Himbeeren | Upside-Down-Frühstück

Orangen-Sesam-Smoothie mit Himbeeren (S. 81) | Upside-Down-Frühstück (S. 89)

Ein ganz neues Geschmackserlebnis hatte ich dann beim Orangen-Sesam-Smoothie mit Himbeeren. Die Kombination von Orange und Sesam hat mir sehr gut geschmeckt. Und auch die Art und Weise, sein Müsli geschichtet zu servieren, so wie beim Upside-Down-Frühstück, hat mir gefallen. Inzwischen richte ich auch meine eigenen Frühstückskreationen gelegentlich so an.

Chia-Parfait mit Kiwi und Grünkohl (S. 89)

Chia-Parfait mit Kiwi und Grünkohl (S. 98)

Ein weiteres Highlight war dann noch das Chia-Parfait mit Kiwi und Grünkohl. Allein schon die Kombination aus grünem Smoothie mit Kokos-Chia-Pudding wäre lecker gewesen, aber hier wurde das Ganze noch durch Nussmus und Granola getoppt.

Bounty-Smoothie

Bounty-Smoothie (S. 137)

Hier gilt das gleiche wie für den Bananen-Snickers-Shake: denn auch der Bounty-Smoothie ist geschmacklich eine köstliche Alternative zum Schokoriegel und ist zudem recht unkompliziert in der Zubereitung.

Erdbeer-Nice-Cream & Schoko-Quinoa-Birchermüsli

Erdbeer-Nice-Cream & Schoko-Quinoa-Birchermüsli (S. 145)

Die Kombination aus Erdbeer-Nice-Cream & Schoko-Quinoa-Birchermüsli ist vermutlich das Rezept, das mich geschmacklich am meisten begeistert hat, was vor allem an dem Schoko-Quinoa-Birchermüsli liegt. Für mich war es zudem das erste, aber sicherlich nicht das letzte Mal, dass ich Quinoa süß zubereitet habe.

Mein Fazit

Um es kurz zu machen, Die Grüne Küche: Smoothies & Co. hat meine Erwartungshaltung übertroffen. Ich hatte mit einer Sammlung von Abwandlungen klassischer Smoothie-Rezepte gerechnet, aber z. B. nicht damit, auch Anregungen für Desserts und andere Kreationen zu erhalten, für die man ebenfalls Smoothies verwenden kann. Auch dass das Ganze durch verschiedene alltagstaugliche Grundrezepte, die u. a. eine willkommene Alternative zu gekauften Müslimischungen, Nussmilch- und Nussmusprodukten sein können, abgerundet wird, gefällt mir sehr gut.

Außerdem mag ich den informativen und undogmatischen Schreibstil der beiden Autoren sehr gerne. So widmen sie u. a. in der Einleitung auch dem Thema Smoothies oder Säfte? einen eigenen Abschnitt, in dem sie kurz darlegen, welche allgemeinen Meinungen es zum Verzehr von Säften gibt, und dann beschreiben, wie sie selber es handhaben.

Von den Büchern zum Thema Smoothies ist Die Grüne Küche: Smoothies & Co. das  abwechslungsreichste Buch, das ich mir bislang angeschaut habe, denn es deckt eine große Bandbreite an verschiedenen Rezepten ab, die auch in eine vollwertige Ernährungsweise passen, da sie ohne jede Art von Zucker auskommen. Außerdem macht es einfach Spaß, in dem Buch zu blättern und sich durch die Fotos inspirieren zu lassen.

Die Grüne Küche: Smoothies & Co. | Knesebeck Verlag | (D) 16,95 EUR | 160 Seiten | Über 50 abwechslungreiche Rezepte zum Thema Smoothie | Kreative und leckere Smoothie-Ideen, die  einfach zuzubereiten sind und die man teilweise auch gar nicht erwartet.

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Vielen Dank an den Knesebeck Verlag, der mir dieses Kochbuch zur Verfügung gestellt hat und an Lieblingsglas, die mir die Ball Mason Gläser zur Verfügung gestellt haben.

Mein Foto-Workflow mit Lightroom | Teil 4: Exportvorgaben

Dies ist eine Reihe über meinen Foto-Workflow mit Lightroom, in der es darum geht, wie ich meine Food-Fotos mit möglichst wenig Aufwand in Lightroom importiere, sortiere und exportiere.

Nachdem meine Blogpause doch etwas länger ausfiel, als gedacht, freue ich mich umso mehr, jetzt wieder etwas über meinen Foto-Workflow mit Lightroom zu schreiben. Und zwar geht es diesmal ums Exportieren von Fotos. Diese Funktion nutze ich sehr regelmäßig, sei es, um Fotos ausdrucken zu lassen, diese auf meinem Blog zu veröffentlichen oder um diese anschließend zu Bildagenturen hochzuladen. Jeder dieser Einsatzzwecke stellt andere Anforderungen an die benötigte Bilddatei. Für meinen Blog braucht z. B. die Bildauflösung nicht so groß zu sein als wenn ich das Bild einer Bildagentur anbiete. Dafür sollen die Fotos auf meinem Blog aber mit einem Wasserzeichen versehen sein.

Exportvorgaben in Lightroom

All diese Parameter kann man in Lightroom einstellen, und anschließend werden die benötigten Dateien dann mit Hilfe der Funktion Exportieren erzeugt. Nun möchte ich aber nicht jedesmal alle benötigten Einstellungen beim Exportieren neu eingeben. Deshalb habe ich mir inzwischen einige Exportvorlagen angelegt für die bei mir am Häufigsten vorkommenen Einsatzzwecke.

Zu Lightroom gehören bereits einige Standard-Exportvorgaben. Um sich diese anzeigen zu lassen, gibt es, wie eigentlich fast immer bei Lightroom, mehrere Möglichkeiten. Befindet man sich im Modul Bibliothek (Shortcut G) gibt es links unten die Schaltfläche Exportieren. Eine andere Möglichkeit ist es, sich den Befehl Exportieren im Kontextmenü anzeigen zu lassen, nachdem man zuvor ein Bild markiert hat.

Hier gibt es neben dem Lightroom-Vorgaben Ordner standardmäßig schon den Ordner Benutzervorgaben für die eigenen Vorlagen. Man kann aber auch noch weitere Ordner anlegen, so wie ich das z. B. mit den Ordnern Agentur/Kunden Vorgaben  und  Evas Vorgaben  gemacht habe, um den besseren Überblick zu behalten.

Eigene Lightroom Exportvorgaben

Im Folgenden möchte ich euch nun einige meiner Exportvorlagen mit ihren Einstellungen vorstellen, die vielleicht auch für euch nützlich sein können. Hierbei handelt es sich um Vorlagen, mit denen man passende Dateien für folgende Einsatzzwecke erzeugen kann, die zudem nicht unnötig groß sind:

Lightroom-Exportvorgabe „Für Print …. „

Hinter den Namen „Für Print 10×15 cm“ und „Für Print 20×30 cm“ verbergen sich bei mir zwei Vorlagen, die bereits passend für bestimmte Ausdrucksgrößen angelegt sind.

Lightroom Exportvorgabe um Bilder auszudrucken

Die Einstellungen, die ich dazu definiert habe, sind:

  • Speicherort für Export: Bei Exportieren in „Ordner später wählen (nützlich bei Vorgaben)“ auswählen.
  • Dateibenennung: Umbenennen in ankreuzen und „Benutzerdefiniert“ auswählen.
  • Dateieinstellungen: Bildformat „JPEG“ auswählen, Farbraum „sRGB“ und als Qualität reicht 90 völlig aus.
  • Bildgröße: In Bildschirm einpassen ankreuzen, „Lange Kante“ auswählen, „15“ eingeben, „cm“ auswählen und als Auflösung 300 eingeben und „Pizel/Zoll“ auswählen.
  • Metadaten: hier wähle ich meist „Nur Copyright“ aus, einfach weil ich nicht zu viele Fotodaten preisgeben möchten.

Alle anderen Einstellungen sind deaktiviert. Und wenn man andere Formate als z. B. 10×15 cm ausdrucken will, so braucht man nur die entsprechende Größe im Feld Bildgröße einzugeben. So habe ich z. B. auch noch eine Vorlage „Für Print 20×30 cm“. Da muss die längste Kante dann natürlich 30 cm sein.

Was die Dateibenennung betrifft, da reicht natürlich die Angabe „Benutzerdefiniert“ nicht aus. Die Dateibenennung muss vorher noch eingestellt werden. Dies geschieht, indem man im Dropdown-Menü bei der Dateibenennung den Befehl Bearbeiten… ganz unten auswählt, um in den Dateinamenvorlagen-Editor zu gelangen. Ich lasse meist den ursprünglichen Dateinamen und füge nur noch ein Anhängsel an, wie z. B. „-print15cm“. Damit weiß ich dann auch später noch, wofür ich bestimmte Dateien erzeugt habe.

Lightroom-Exportvorgabe „Für FaceBook Header“

Dateien, die ich bei Facebook hochlade, versuche ich immer so klein wie möglich zu halten, allein schon, da ich mir selber nicht so sicher bin, wo sie ggf. noch überall landen bzw. von wem sie verwendet werden. Aber aufs Posten bei Facebook möchte ich dennoch nicht verzichten. Deshalb sieht meine Exportvorlage für den Header bei einer Facebook Seite z. B. wie folgt aus.

Lightroom Exportvorgabe für Facebook Titelbilder

Die Einstellungen, die ich dazu definiert habe, sind:

  • Speicherort für Export: Bei Exportieren in „Ordner später wählen (nützlich bei Vorgaben)“ auswählen.
  • Dateibenennung: Umbenennen in ankreuzen, „Benutzerdefiniert“ auswählen und die gewünschte Benennung im Dateinamenvorlagen-Editor einstellen wie bei den „Für Print…“ Vorgaben beschrieben. Als Anhängsel zum ursprünglichen Dateinamen gibt es hier bei mir die Bezeichnung „-fb-header“
  • Dateieinstellungen: Bildformat „JPEG“ auswählen, Farbraum „sRGB“ und als Qualität 70 einstellen. So bleibt die Datei schön handlich und der Bildqualität am Bildschirm tut es keinen Abbruch.
  • Bildgröße: In Bildschirm einpassen ankreuzen, „Lange Kante“ auswählen, „851“ eingeben, „Pixel“ auswählen, als Auflösung 72 eingeben und „Pizel/Zoll“ auswählen. Da die Bilder in ersten Linie für die Betrachtung am Bildschirm gedacht sind, trage ich hier die 72 für die Auflösung ein.
  • Metadaten: hier wähle ich meist „Nur Copyright“ aus, einfach weil ich nicht zu viele Fotodaten preisgeben möchten.

Meine Lightroom-Exportvorgabe für Blog-Bilder mit Wasserzeichen

Eine Funktion, die mir noch besonders gut bei Lightroom gefällt, ist, dass ich direkt beim Exportieren Fotos mit einem Wasserzeichen versehen kann. Dies nutze ich z. B. bei meinen Lightroom Exportvorgaben für Bilder, die für meinen Blog gedacht sind. Auch hier habe ich mir wieder mehrere Vorgaben erstellt, da bei meinem Blog-Design die Bilder im Header ein größeres Format benötigen als die restlichen Blogbilder. So heißt die Vorgabe für die Beitrags-Bilder z. B. „Für  Food-Blog 840px quer“. Und auch hier versuche ich generell, die Bilder so klein wie möglich zu halten, allein schon deshalb, damit ihr beim Besuch meines Blogs möglichst nicht lange warten müsst, bis euch alle Fotos angezeigt werden.

Lightroom Exportvorgabe mit Wasserzeichen

Die Einstellungen, die ich diesmal definiert habe, sind:

  • Speicherort für Export: Bei Exportieren in „Ordner später wählen (nützlich bei Vorgaben)“ auswählen.
  • DateibenennungUmbenennen in ankreuzen, „Benutzerdefiniert“ auswählen und die gewünschte Benennung im Dateinamenvorlagen-Editor einstellen wie bei den „Für Print…“ Vorgaben beschrieben. Als Anhängsel zum ursprünglichen Dateinamen gibt es hier bei mir die Bezeichnung „-blog“
  • Dateieinstellungen: Bildformat „JPEG“ auswählen, Farbraum „sRGB“ und als Qualität 70 einstellen. So bleibt die Datei schön handlich und der Bildqualität am Bildschirm tut es keinen Abbruch.
  • Bildgröße: In Bildschirm einpassen ankreuzen, „Lange Kante“ auswählen, „840“ eingeben, „Pixel“ auswählen, als Auflösung 72 eingeben und „Pizel/Zoll“ auswählen. Benötigt ihr eine andere Bildgröße, so gibt hier einfach den benötigten Wert für die Lange Kante der Bilder an
  • Metadaten: hier wähle ich auch wieder „Nur Copyright“ aus, einfach weil ich nicht zu viele Fotodaten preisgeben möchten.
  • Wasserzeichen: Und hier kann man nun sein gewünschtes Wasserzeichen eingeben mit dem die Bilder exportiert werden sollen. Dazu wählt man im Drop-Down Menü den Befehl „Wasserzeichen bearbeiten..“ aus, um in den Wasserzeichen-Editor zu gelangen. Dort wählt man zunächst oben rechts aus, ob man Text oder eine Grafik als Wasserzeichen haben möchte. In meinem Fall ist es eine PNG-Datei, die ich als Wasserzeichen nutze. Diese wähle ich im Abschnitt „Bildoptionen“ aus, um im anschließenden Abschnitt „Wasserzeicheneffekte“ noch detaillierter anzugeben, wo das Wasserzeichen platziert werden soll, wie groß ich es haben will und wie transparent es sein soll. Hier gilt einfach: ausprobieren und den persönlichen Geschmack entscheiden lassen.

Ausblick und Rückblick

Ihr seht, Lightroom Exportvorgaben lassen sich sehr schnell und einfach erstellen. Von daher, schaut einfach, welche Formate ihr öfters benötigt. Denn dann kann eine eigene Vorgabe den Workflow doch erheblich einfacher machen. Ich selbst merke es immer wieder, wenn ich z. B. mal eben Fotos zum Ausdrucken oder irgendeinen anderen Anlass exportieren will.

Und wer nochmal nachlesen will, wie ich Bilder in Lightroom importiere, sichte und bewerte, der findet hier die übrigen Teile meiner kleinen Reihe über meinen Foto-Workflow mit Lightroom: