Schneller Eiskaffee mit Kokos

Diesmal stelle ich euch mein Lieblingsrezept für einen schnellen Eiskaffee vor. Auf den Geschmack gekommen bin ich vor fast einem Jahr. Damals teilten Food Bandits ein sehr ähnliches Rezept auf ihrem Blog. Inzwischen haben Suus und Johann ihre Website neu gestaltet und ihren Blog beendet. Daher habe ich mich nun entschieden, meine Variante des Rezepts hier zu teilen, da ich es viel zu schade finde, wenn es in der Versenkung verschwinden würde. Das Prinzip für den Eiskaffee ist übrigens extrem simpel. Zu Eiswürfeln gefrorener Kaffee wird in ein Glas gegeben und mit einer Pflanzenmilch nach Wahl aufgefüllt. Im Originalrezept wird hierfür ein Reisdrink mit Kokos verwendet. Dies ist auch mein Favorit, wobei ich die Reismilch inzwischen meist selber mache. Das passende Rezept dazu und auch eine Variante mit Kokos findet ihr hier. Lecker ist außerdem die Kombination mit Mandel. Für diese kann man die Pflanzenmilch auch sehr gut durch 1,5 EL Mandelmus und 350 ml Wasser ersetzten. Und wer mag, gibt noch einen Löffel Kokosmus dazu.

Eiskaffee mit Kokos-Reismilch

Eiskaffee mit Kokos
ergibt 2 Gläser
Print
Zutaten
  1. 1 Tasse starken Kaffee (125 ml)
  2. 350 ml Pflanzenmilch nach Geschmack (z. B. Reismilch mit Kokos)
  3. 1 Prise Salz
  4. 1 Prise gemahlene Vanille
  5. 1 Dattel
  6. 1/2 TL rohköstlicher Kakao
Zubereitung
  1. Den Kaffee in einen Eiswürfelform gießen und gefrieren lassen.
  2. Die restlichen Zutaten miteinander vermischen. Jeweils 3-4 Eiswürfel in ein Glas geben und die Milchmischung darüber gießen
FOOD VEGETARISCH http://www.food-vegetarisch.de/

Eiskaffee mit Kokos-Reismilch

Buchrezension | 30 Minuten Gemüseküche – vegetarisch, saisonal, bio

Ich liebe Gemüsegerichte und auch wenn ich gerne koche, so möchte ich doch keine gefühlte Ewigkeit mit der Zubereitung verbringen. Entsprechend hellhörig wurde ich, als ich das erste Mal von der 30 Minuten Gemüseküche hörte. Dies Kochbuch ist Anfang des Jahres im Brandstätter Verlag erschienen und enthält ausschließlich Rezepte, die in höchstens 30 Minuten auf dem Tisch stehen. Ursprünglich stammen diese Rezepte aus den bisher erschienen Bänden der von Katharina Seiser gegründeten Vegetarisch Reihe. Bei dieser Reihe ist jeder Band einem bestimmten Land gewidmet, aus dem dann traditionelle vegetarische Rezepte für jeden Tag vorgestellt werden. Den Band Türkei Vegetarisch habe ich übrigens auch schon hier auf dem Blog vorgestellt.

Zum Buch „30 Minuten Gemüseküche“

Die 30 Minuten Gemüseküche ist inzwischen das vierte Kochbuch, das ich von Katharina Seiser besitze und auch hier gefällt mir wieder der praktische Aufbau des Buchs. Zunächst erfährt man von der Herausgebern, zu denen neben Katharina Seiser diesmal noch Ekkehard Lughofer und Gerhard Zoubek gehören, ein wenig mehr über die Idee hinter dem Buch, wobei dies kurz und knackig gehalten ist, was auch für das einleitende Kapitel über den Anbau von Bio-Gemüse gilt. Hier gibt es zudem einige Adressen von Bio-Kisten Anbietern in Deutschland und Österreich.

Einblicke in die 30 Minuten Gemüseküche | FOOD VEGETARISCH

Und dann geht es auch schon mit der Praxis los. In einer Gemüsekunde von A bis Z werden sämtliche im Buch vorkommenden Gemüsesorten beschrieben und man erfährt, wie man diese vorbereitet, und was später bei der Zubereitung zu beachten ist. Und auch die Tipps zur richtigen Lagerung von Gemüse fehlen nicht, bevor dann der Rezeptteil beginnt.

Einblicke in die 30 Minuten Gemüseküche | FOOD VEGETARISCH

Die Rezepte selber sind alphabetisch nach den in den Rezepten verwendeten wichtigsten Gemüsesorten sortiert. Zudem sind die Rezepte zusätztlich im abschließenden Register nach ihren Hauptzutaten geordnet und auch ein Rezepte-Saisonkalender fehlt nicht, bei dem die Rezepte nach den Jahreszeiten sortiert sind.

Einblicke in die 30 Minuten Gemüseküche | FOOD VEGETARISCH

 Allen Rezepten gemeinsam ist, dass sie vegetarisch sind und, sofern nicht anders angegeben, für 4 Portionen berechnet sind. Außerdem sind die Zutaten gekennzeichnet, die im ergänzenden Glossar erläutert werden und die, die zum Vollenden der Speisen gedacht sind. In dem Buch finden sich sowohl Rezepte mit Fotos als auch welche ohne, wobei die Mehrzahl bebildert ist und man erfährt auch im Untertitel, aus welchem der Vegetarisch Bände das jeweilige Rezept stammt.

Rezepte, die ich ausprobiert habe

Bei den Rezepten, die ich ausprobieren wollte, war eigentlich mein Plan, mich komplett auf den jeweiligen Inhalt unserer Bio-Gemüsekiste, die wir nun schon seit 3 Jahren beziehen, zu konzentrieren. Das hat aber nur bedingt geklappt, da z. B. bei den Rezepten mit Champignons und Chicorée noch weitere Gemüsesorten nötig gewesen wären, die in meiner Test-Woche dann nicht in unserer Kiste waren. Von daher habe ich dann einfach noch einige Rezepte ausprobiert, die mich, unabhängig von der verwendeten Gemüsesorten, besonders neugierig gemacht haben.

Geschmorter Lauch im Gemüsesaft mit Perlweizen (S. 83)

Das Rezept nennt sich zwar Geschmorter Lauch im Gemüsesaft mit Perlweizen, in dem Fall habe ich aber gleich beide vorgeschlagenen Rezeptvarianten ausprobiert und den Lauch durch Topinamburen und den Perlweizen durch Dinkel-Reis ersetzt. Und da ich neben Gemüse auch ein Faible für die verschiedenen Körnersorten habe, war diese Kombination aus Gemüse und Korn dann auch genau nach meinem Geschmack.

Denver-Omelett (S. 92)

Hauptdarsteller bei dem aus der USA stammenden Rezept für das Denver-Omelett sind Paprika und Eier. Die Zubereitung ging schnell und einfach von der Hand, auch wenn bei mir das Umklappen des Omeletts nicht so schön geklappt hat, wie ich eigentlich gehofft hatte. Aber mit ein wenig mehr Praxis wird das bestimmt auch besser, denn auch geschmacklich hat das Omelett überzeugt, sodass ich mich direkt gefragt habe, warum ich nicht öfters Omelett mache.

Geschmortes Paprikagemüse (S. 94)

Auch beim Geschmorten Paprikagemüse habe ich direkt eine der Rezeptvarianten ausprobiert und diese mit Sahne zubereitet und zusammen mit meiner Lieblingspasta (Dinkelvollkorn-Rigatoni) serviert. Von dem Ergebnis waren nicht nur der Liebste und ich völlig begeistert sondern auch die Nachbarin erkundigte sich später noch interessiert, was denn für den köstlichen Geruch bei uns verantwortlich gewesen sei. Von den ausprobierten Rezepten war dies dann auch mein klarer Favorit.

Gekochter Selleriesalat (S. 118)

Sellerie ist so ein Gemüse, das auf meiner Liste der unterschätzten Gemüse ganz oben steht. Und dabei lassen sich mit Sellerie viele leckere Gerichte zubereiten. Auch in der 30 Minuten Gemüseküche finden sich einige Beispiele dafür. Seien es die Gebackenen Sellerieschnitzel , die Selleriesuppe mit Staudensellerie oder der Gekochte Selleriesalat, den ich ausprobiert habe und der ein wunderbares Beispiel dafür ist, wie köstlich einfache Rezepte sein können, wenn man die passenden Zutaten, wie in diesem Fall Walnussöl, verwendet.

Mein Fazit

Vom Konzept her hat mich die 30 Minuten Gemüseküche komplett überzeugt.Vor allem der Nachschlageteil mit den praktischen Infos zu den einzelnen Gemüsesorten ist genau nach meinem Geschmack. Und auch optisch kommt das Buch sehr schön daher. Abgerundete Ecken und der für den Umschlag verwendete Karton erinnern an eine, wenn auch sehr edle, Küchenkladde und laden direkt zum Blättern ein.

Einblicke in die 30 Minuten Gemüseküche | FOOD VEGETARISCH

Allerdings wirkt auf mich die Gewichtung bei den Gemüsesorten etwas unausgewogen. Ich hätte mir für einige Gemüsesorten (z. B. Fenchel, Chicorée oder Rosenkohl) mehr Rezeptauswahl gewünscht, während ich bei anderen Gemüsesorten (z. B. Kartoffeln, Paprika oder Spargel) das Rezeptangebot fast schon als überreichlich empfand. Die Rezepte selber sind sehr straight forward und kommen ohne viel Schi Schi aus, sodass sie prima geeignet sind für Kandidaten, die beim Essen nicht zwingend mit ungewöhnlicheren Geschmackskombinationen experimentieren wollen, sondern lieber das genießen, was ihnen vertraut ist.

Dass es sich um traditionelle Rezepte handelt, merkt man übrigens auch daran, dass bei vielen Rezepten Eier und Milchprodukte wie Sahne, Milch oder Joghurt verwendet werden, sodass das Buch für Veganer eher bedingt geeignet sind. Auf eine Kennzeichnung von veganen, glutenfreien und laktosefreien Rezepten ist in dem Fall auch komplett verzichtet worden. Für Leute, die sich vollwertig ernähren, ist die 30 Minuten Gemüseküche aber durchaus geeignet. Zwar wird bei einigen Rezepten Zucker verwendet. Dieser lässt sich allerdings bei den meisten Rezepten sehr einfach ersetzen.

Einblicke in die 30 Minuten Gemüseküche | FOOD VEGETARISCH

Wer noch auf der Suche nach einer klassischen vegetarischen Rezeptsammlung ist und gerne Gemüse isst, sollte sich die 30 Minuten Gemüseküche auf jeden Fall genauer anschauen, denn hier erwartet einen eine schöne Zusammenstellung von klassischen vegetarischen Rezepten aus Deutschland, Italien, Österreich, der Türkei und den USA. Und der nicht zu vergessene Pluspunkt ist, eine durchschnittlich geübte Köchin oder Koch sollte die Rezepte in maximal 30 Minuten zubereiten können.

30 Minuten Gemüseküche | Brandstätter Verlag | (D) 24,90 EUR | 176 Seiten | Über 80 vegetarische Gemüsegerichte aus 5 verschiedenen Ländern | Eine Sammlung von klassischen traditionellen Gemüsegerichten, ergänzt durch praktische Tipps zum Umgang mit den verschiedenen Gemüsesorten.

—————

Vielen Dank an den Brandstätter Verlag, der mir dieses Kochbuch zur Verfügung gestellt hat.

10 Gedanken zu.. Reis |..und ein Rezept für Reismilch

Verschiedene Sorten Vollkornreis

Früher war für mich Reis gleich Reis und ich habe mir über die verschiedenen Reissorten kaum Gedanken gemacht, sondern einfach gegessen, was auf den Tisch kam, was meist weißer Kochbeutelreis war. Später habe ich dann Milchreis für mich entdeckt und auch den ersten Vollkornreis. Eine Idee von der enormen Vielfalt an Reissorten habe ich aber tatsächlich erst in den letzten Jahren bekommen. Dazu beigetragen hat sicherlich auch, dass inzwischen viel mehr Sorten im Handel angeboten werden. Entsprechend gibt es hier auf dem Blog auch schon diverse Rezepte mit Reis wie z. B. der Rote Reissalat mit Linsen oder das Steckrüben Vollkorn-Risotto.

Von daher macht es auch einfach nur Sinn, dass ich nun dem Reis auch eine Folge meiner 10 Gedanken zu.. widme. Dazu gibt es außerdem ein Rezept für Reismilch. Reismilch ist nicht nur sehr einfach zuzubereiten, sondern selbstgemacht auch deutlich günstiger als gekaufte Reismilch. Außerdem weiß man beim Selbermachen dann auch, was in seiner Milch drin ist. Denn die Zutatenliste kann sich von Anbieter zu Anbieter doch sehr unterscheiden. So habe ich bei einem Anbieter neben Wasser und Reis noch Sonnenblumenöl, Tricalciumphosphat, Maltodextrin, Meersalz, Stabilisator (Gellan), Vitamine (B12, D2), Säureregulator (Dikaliumphosphat) in der Zutatenliste gefunden, während es andere Anbieter (z. B. Provamel Bio Reisdrink ungesüßt) gibt, die nur mit Wasser, europäischem Reis, Sonnenblumenöl und Meersalz auskommen, wobei der Reis und das Sonnenblumenöl zudem aus kontrolliert biologischem Anbau stammen.

  • Das deutsche Wort Reis lässt sich vom mittellateinischen risum ableiten, das dem lateinischen oriza entstammt. Die lateinische Bezeichnung für die Gattung Reis ist Oryza 1).
  • Eine systematische Einteilung der verschiedenen Reissorten ist schwierig aufgrund der enormen Vielfalt der in Jahrtausenden gezüchteten Sorten und Kreuzungen. Die verschiedenen Reissorten werden nach der Form und Größe des Korns meist in Langkorn-, Mittelkorn- und Rundkornreis eingeteilt, wobei manchmal Mittel- und Rundkornreis auch zu einer Untergruppe zusammengefasst werden 1).
  • In großen Teilen Asiens gilt Reis als das wichtigste Lebensmittel. In vielen asiatischen Sprachen ist der Begriff Essen sogar gleichbedeutend mit Reis essen. Das japanische Wort Grohan heisst „Mahlzeit“, aber auch „gekochten Reis essen“. Und wer auf vietnamesisch Guten Appetit meint, sagt wörtlich „Lassen Sie sich den Reis schmecken“ 2).
  • Im Vergleich zu anderen Getreidearten wie Roggen, Weizen und Hafer, ist Reis glutenfrei 3).
  • Reis gehört zu den Spelzgetreiden. Der Spelz wird nach der Ernte entfernt. Das das Reiskorn umgebene Silberhäutchen bleibt bei Vollkornreis erhalten und wird nur bei weißem Reis abgeschliffen. Hierbei gehen allerdings Vitamine und Mineralstoffe, die sich in der Außenhülle des Reis befinden, verloren. Dafür hält sich weißer Reis länger während Vollkornreis schneller ranzig werden kann 4).
  • Von der Qualität des Wassers, in dem die Reispflanze wächst, hängt auch der gute Geschmack des Reis ab. Bio-Reis wird daher in abgeschiedenen Sumpf- oder Bergregionen angebaut, wo das Wasser weitestgehend sauber und unbedenklich ist 5).
  • Reis wird in über einhundert Ländern auf fast jedem Kontinent der Welt angebaut. Als nördlichste Anbaugebiete gelten die italienische Po-Ebene und das Tessin 6, 7).
  • In der Kultur von Madagaskar ist Reis sehr wichtig. Dies zeigt sich auch darin, dass sein Wachstum mit dem gleichen Wort beschrieben wird mit dem auch eine Schwangerschaft oder Geburt beschrieben wird 7).
  • Einer malaiischen Sage nach soll ein guter Geist den Menschen den Reis geschenkt haben, allerdings im Kropf eines Hahns versteckt. Welche der vielen Reissorten es war, ist leider nicht überliefert. 4).
  • Die japanischen Automarken „Honda“ und „Toyota“ heißen auf japanisch „Hauptreisfeld“ bzw. „reiches Reisfeld“ 2).

Reismilch
Ergibt ca. 500-650 ml Reismilch
Print
Zutaten
  1. 100 g Vollkornreis
  2. 750–900 ml Wasser
  3. 1 Prise Salz
  4. 1 Prise gemahlene Bourbon-Vanille
  5. 4–5 Datteln
Zubereitung
  1. Reis in einen Topf geben, zweimal durchwaschen, 250 ml Wasser und Salz hinzugeben. Alles bei höchster Stufe aufkochen. Dann den Reis bei sehr schwacher Hitze 30 Minuten bei geschlossenem Deckel köcheln und anschließend etwas abkühlen lassen.
  2. Je nach der gewünschten Sämigkeit 500–650 ml frisches Wasser zugeben
  3. und nach Geschmack mit gemahlener Vanille und Datteln süßen. Alles im
  4. Mixer pürieren.
  5. Anschließend die Milch durch ein Tuch (Küchen- oder Passiertuch) abseihen und durchpressen.
KÜCHEN-TIPPS
  1. Sehr gerne füge ich noch 1-2 EL Kokosmus hinzu, wenn ich die Reismilch einfach so oder zum Kaffee trinken möchte.
  2. Als Reis nehme ich meistens Vollkorn-Rundkornreis, der oft auch als Naturreis bezeichnet wird.
vegetarisch | laktosefrei | vegan | vollwert
FOOD VEGETARISCH http://www.food-vegetarisch.de/
Verschiedenen Sorten Vollkornreis

Reismilch zubereiten

Einzelnachweise:

4-Minuten Dinkel-Vollkornbrot

Heute möchte ich euch ein Rezept vorstellen, auf das mich eine Design-Kollegin aufmerksam gemacht hat, und zwar ein Rezept für ein extrem schnell zubereitetes Dinkel-Vollkornbrot. Dies habe ich voriges Wochenende zum ersten Mal ausprobiert und war einfach nur begeistert von der Zubereitung und dem Ergebnis.

Denn für dieses Brot gilt wirklich: man braucht nur alle Zutaten inklusive der Hefe zusammenrühren, die Mischung in eine Form geben und dann ab damit in den Backofen. Als Ergebnis erhält man dann nach einer Stunde ein sehr leckeres und saftiges Körnerbrot. Da ist es dann auch egal, ob man für die Zubereitung tatsächlich nur 4 Minuten oder doch etwas mehr Zeit benötigt, so wie ich, was einfach daran lag, dass ich den Dinkel noch frisch gemahlen habe.

Schnelles Dinkel-Vollkornbrot

4-Minuten Dinkel-Vollkornbrot
Für 1 Kastenform (25 cm)
Print
Zutaten
  1. 1 Würfel frische Hefe
  2. 450 ml Wasser
  3. 500 g Dinkel-Vollkornmehl
  4. 50 g Sonnenblumenkerne (alternativ: Kürbiskerne oder gehackte Nüsse)
  5. 50 g Sesam
  6. 50 g Leinsamen
  7. 2 TL Obstessig
  8. 2-3 TL Salz
  9. Öl für die Form
Zubereitung
  1. Hefe zerbröseln und mit dem Wasser gut verrühren. Die restlichen Zutaten dazugeben und alles gut miteinander verrühren.
  2. Die Kastenform einfetten. Teig in die Form geben und längs einschneiden. Das Brot in den kalten Backofen stellen und auf mittlerer Schiene bei 190°C (Umluft 170°C) 60 Minuten backen.
vegetarisch | vegan | vollwert
FOOD VEGETARISCH http://www.food-vegetarisch.de/

Schnelles Dinkel-Vollkornbrot

Schnelles Dinkel-Vollkornbrot

Schnelles Dinkel-Vollkornbrot

Buchrezension | Schrot&Korn Kochbuch: Vegetarisch, vegan, saisonal

Buchrezension vom Schrot&Korn Kochbuch

Mittlerweile ist es schon einige Jahre her, dass ich zum ersten Mal ein Exemplar des Bio-Magazins Schrot&Korn in Händen hielt. Aufgefallen war es mir vor allem wegen des schön gestalteten Titelbilds, bei dessen Anblick mir bereits das Wasser im Munde zusammenlief. Und auch die im Magazin enthaltene Rezeptstrecke überzeugte mich sofort. Schon damals hatte ich eine Schwäche für leckere Food-Fotografie. Und seitdem halte ich bei meinen Besuchen im Bioladen auch immer die Augen offen, ob nicht vielleicht schon eine neue Ausgabe von Schrot&Korn erhältlich ist. Umso erfreuter war ich, als ich mitbekommen habe, das im Sommer vorigen Jahres im Verlag Eugen Ulmer das Schrot&Korn Kochbuch: Vegetarisch, vegan, saisonal erschienen ist, denn dies enthält rund 80 Rezepte aus mehr als 30 Jahren Schrot & Korn.

Zum „Schrot&Korn Kochbuch: Vegetarisch, vegan, saisonal“

Der Schwerpunkt beim Schrot&Korn Kochbuch liegt ganz klar bei den Rezepten, ergänzt durch einen kurzen, informativen Einleitungsteil.

Schrot&Korn Kochbuch

In diesem erhält man nicht nur Tipps zur passenden Küchenausstattung (Das brauchen Sie) sondern man erfährt auch mehr über die Menschen hinter dem Bio-Magazin Schrot&Korn: woher sie kommen, wie sie leben und was sie sich wünschen. Und auch dem Thema Vegetarisch und vegan ist ein eigenes Kapitel gewidmet. Denn ein Ziel der Schrot&Korn Redaktion ist von Anfang an gewesen, mit seinen Rezepten Lust darauf zu machen, öfter mal auf Fleisch zu verzichten, ohne sich generell gegen Fleisch, sofern es aus ökologischer Tierhaltung stammt, zu stellen. Und das war vor 30 Jahren noch eine deutlich größere Herausforderung als heute, wo vegetarische Rezepte eine Selbstverständlichkeit sind. Ich selbst kann man auch noch erinnern, wie ungern ich mit meinen Eltern als Kind auswärts gegessen habe, einfach weil sich auf den Speisekarten fast nur Gerichte mit Fleisch fanden, ich aber Fleisch einfach nicht mochte.

Nun aber zu dem wichtigsten Abschnitt des Buches, den Rezepten. Hier gilt das Gleiche wie für das Schrot&Korn Magazin: Zu jedem Rezept gibt es ein sehr schön gestaltetes Foto, das direkt Lust aufs Ausprobieren macht. Die Rezepte sind dabei nach den Jahreszeiten sortiert, wobei vorn jeweils die Suppen stehen. Dann kommen die Salate, kalte Gerichte und Hauptgerichte und zuletzt die Desserts & Kuchen. Gedacht sind die meisten Rezepte für 4 Portionen. Viele Rezepte sind zudem vegan, und bei allen Rezepten ist außerdem der Nährwertgehalt und die Zubereitungszeit angegeben.

Rezepte, die ich ausprobiert habe

Bei der Entscheidung, welche Rezepte ich für meine Buchvorstellung ausprobieren wollte, habe ich mich vor allem von dem  Inhalt unserer Gemüsekiste leiten lassen. Dazu brauchte ich dann meist nur wenige weitere Zutaten kaufen, da ich mit den meisten auch sonst koche, sodass sich vieles bereits in unserem Vorratsschrank befand.

Puy-Linsen-Salat

Puy-Linsen-Salat (S. 33)

Bei diesem Salat hätte ich vielleicht besser eine kleinere Zwiebel genommen. Denn das besonders große Exemplar, für das ich mich entschieden hatte, hat für einen so intensiven und auch scharfen Zwiebelgeschmack gesorgt, dass man die übrigen Zutaten kaum schmecken konnte. Ansonsten war die Mischung aus Radieschen, Karotten und Gurke mit Linsen und Mandeln einfach köstlich und ließ sich zudem fix zubereiten. Statt Puy-Linsen habe ich übrigens Berglinsen verwendet. Ob man das allerdings auf dem Bild erkennt, bezweifel ich ja fast.

Rote-Bete-Apfelsuppe nach einem Rezept aus dem Schrot & Korn Kochbuch

Rote-Bete-Apfelsuppe (S. 115)

Die Rote-Bete-Apfelsuppe hat mir so gut geschmeckt, dass ich nun am überlegen bin, wie ich das Rezept zukünftig für mich noch so abwandeln kann, dass ich auf den verwendeten Apfelsaft verzichten kann. Denn eigentlich versuche ich inzwischen Säfte bei meiner Ernährung zu vermeiden. Und auch die Idee, die Suppe mit Gemüsechips zu dekorieren, fand ich so klasse, dass ich direkt noch einige Pastinaken-Chips für diesen Zweck selber gemacht habe.

Apfel-Rosmarin-Tarte Tatin nach einem Rezept aus dem Schrot & Korn Kochbuch

Apfel-Rosmarin-Tarte Tatin (S. 147)

Beim Rezept für die Apfel-Rosmarin-Tarte Tatin steht zwar der Hinweis „Für Könner“, aber da sie mir auch auf Anhieb gelungen ist und ich mich nicht gerade als Tarte Tatin Spezialistin bezeichnen würde, sollte man sich von diesem Hinweis nicht abschrecken lassen. Denn das Ergebnis lohnt sich. Eigentlich mag der Liebste nicht so gerne Kuchen mit zu viel Obst. Aber in diesem Fall schmeckte ihm die Tarte dann so gut, dass für die Nachbarin deutlich weniger übrig blieb als geplant. Bei der Zubereitung habe ich mir übrigens noch die Freiheit genommen, diese komplett mit Vollkornmehl zuzubereiten, was auch wunderbar geklappt hat.

Pastinaken-Kartoffel-Strudel nach einem Rezept aus dem Schrot & Korn Kochbuch

Pastinaken-Kartoffel-Strudel (S. 131)

Der Pastinaken-Kartoffel-Strudel war der erste Strudel, den ich überhaupt jemals zubereitet habe. Und da bei diesem Rezept auf einen fertigen Blätterteig zurückgegriffen wurde, ging es zum Glück recht unkompliziert. Zunächst wurde die Füllung im Backofen gegart und dann wurde sie in den Teig gerollt. Heraus kam dann eine sehr schöne Variante, Kartoffeln und Pastinaken einmal etwas anders zu präsentieren. Allerdings sollte man sich beim Würzen nicht so zurückhalten, wie ich das gemacht habe. Dafür kann ich aber einen Quark-Dip als Begleiter sehr empfehlen.

Asiatische Weißkohlsuppe nach einem Rezept aus Schrot & Korn

Asiatische Weißkohlsuppe (S. 157)

Und auch die asiatische Weißkohlsuppe hat uns überzeugt: sie ist einfach zuzubereiten und schmeckt wunderbar, vor allem wenn man ein Faible für asiatische Gerichte hat. Außerdem hat sie mich inzwischen schon zu einigen Varianten inspiriert. Im Originalrezept werden u. a.  Weißkohl, Karotten, Reis und Tofu verwendet, aber das Rezept eignet sich auch prima, wenn es darum geht, das „liegengebliebene“ Gemüse zu verwenden bevor die nächste Gemüsekiste geliefert wird.

Mein Fazit

Für mich hat sich das Schrot&Korn Kochbuch als eine sehr schöne Inspirationsquelle herausgestellt, in dem ich bereits weitere Rezepte markiert habe, die ich noch ausprobieren will. Hierzu gehören der Spargel mit krossem Halloumi genauso wie die Türkische Spinat-Eierpfanne, der Geschmorte Lauch mediterran oder der Lauwarme Rosenkohlsalat mit Buchweizennudeln. Die Rezepte sind alle vegetarisch, teilweise auch vegan und manchmal wird auch Vollkornmehl verwendet oder Honig zum Süßen.

Allerdings ist es jetzt kein Buch, dass ein bestimmtes Ernährungskonzept wie Clean Eating oder Vollwertkost vorstellt oder verfolgt, sondern hier geht es einfach darum, mit leckeren und leicht zuzubereitenden Rezepten Lust auf eine international inspirierte, abwechslungsreiche vegetarische/vegane Küche zu machen, die dabei wunderbar bodenständig ist und mit Zutaten auskommt, die man mittlerweile in fast jedem Supermarkt bekommen sollte und für die man auch kein halbes Vermögen ausgeben muss. Allein dafür gibt es von mir schon ganz viele Pluspunkte.

Von daher kann ich das Schrot&Korn Kochbuch: vegetarisch, vegan, sasional nicht nur begeisterten Vegetarier und Veganern als weitere Inspirationsquelle empfehlen, sondern auch jedem, der einfach zukünftig gerne etwas weniger Fleisch essen möchte.

Schrot&Korn Kochbuch: vegetarisch, vegan, saisonal | Verlag Eugen Ulmer | (D) 19,90 EUR | 190 Seiten | Eine Zusammenstellung von rund 80 Rezepten aus dem Bio-Magazin Schrot&Korn | Abwechslungsreiche und einfach zuzubereitende vegetarische Rezepte für fast jede Gelegenheit, von denen viele auch vegan sind.

—————

Vielen Dank an den Verlag Eugen Ulmber, der mir dieses Kochbuch zur Verfügung gestellt hat.

Merken

Merken

Merken

Merken